Dr. Sebastian Rojek
„Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, muss alles sich ändern“, heißt es bekanntlich in dem berühmten Sizilien-Roman „Il Gattopardo“ von Giuseppe Tomasi di Lampedusa. Tatsächlich ist aber nur wenig so geblieben, wie es einst war. Davon zeugen nicht zuletzt die zahlreichen Ruinen und UNESCO-Welterbestätten auf der Insel. Denn die größte Insel des Mittelmeerraumes wurde im Laufe der Zeit von Phöniziern, Griechen, Römern und weiteren Völkern besiedelt. Der Archäologe Patrick Schollmeyer, der bereits mehrere ähnliche Bände – etwa zu den antiken Stätten Griechenlands oder Kretas – vorgelegt hat, führt in gewohnt kompetenter Weise in die Zeugnisse der unterschiedlichen Kulturen ein, die auf Sizilien ihre Spuren hinterlassen haben.
Schollmeyer informiert verdichtet über historische Hintergründe, die archäologischen Befunde, die Landschaft sowie Kontext und Bedeutung der heute zu besichtigenden Ruinen. Wer sich bequem von zu Hause aus oder aber auf Goethes Spuren vor Ort auf eine italienische Reise begeben möchte, für den bietet der Band eine gute Grundlage. Und wer noch unschlüssig ist, wohin die nächste (Bildungs-)Reise führen könnte, der findet in dem Buch einen informativen Wegweiser, der zudem sehr schön bebildert ist.
Patrick Schollmeyer, Die 50 bekanntesten archäologischen Stätten auf Sizilien. Nünnerich-Asmus Verlag, Oppenheim am Rhein 2026, 224 Seiten, € 25,–.





