Im Fokus stehen dabei nicht nur Kämpfe und Eroberungen. Neuere archäologische Funde geben über die Eroberungsgeschichte hinaus ein differenzierteres Bild von Handel, Wirtschaft, politischen Strukturen und kulturellen Verflechtungen im riesigen, zunehmend multiethnischen Mongolenreich. Denn lange waren die Mongolen zwar in erster Linie als brutale Angreifer gefürchtet – doch die auf ihre Feldzüge folgende Pax Mongolica leitete vielerorts einen bis dahin nicht gekannten wirtschaftlichen und kulturellen Austausch ein. Auf den Straßen des Reiches konnten sich Reisende vergleichsweise sicher bewegen. So gelangten Menschen, Waren und Wissen über Tausende Kilometer von Fernost bis nach Europa. Auch am Hof des Großkhans trafen Menschen aus aller Welt aufeinander – wenn auch nicht immer freiwillig. Sie lebten miteinander, tauschten sich aus, beobachteten einander und lernten von der Kultur der anderen.
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Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Orientabteilung, Diez A fol. 71 S. 58



