Daher ließ Aurelian unter dem Eindruck seiner Niederlage eine gewaltige Ziegelmauer von 19 Kilometern Länge anlegen. Um Zeit zu sparen, wurden große Gebäude, darunter die berühmte Cestius-Pyramide und ein Amphitheater, in die Mauer eingebunden. Und doch dauerten die Bauarbeiten länger als die Halbwertszeit eines römischen Kaisers in dieser Epoche. Aurelian wurde vier Jahre später in Thrakien ermordet, erst sein Nachfolger Probus sollte den Kraftakt vollenden, die 1200 Hektar urbanes Gebiet durch ein Bollwerk zu schützen. Tatsächlich sollte Rom erst im Jahr 408 belagert werden. Damals kaufte man sich noch frei vom Zorn des Westgoten Alarich. Zwei Jahre später jedoch schützte auch Aurelians Mauer die Ewige Stadt nicht vor der Plünderung durch Alarichs Truppen.
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