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Halberstadt Chodowieckis kleine Bilderwelten der Aufklärung
Ausstellungen

Halberstadt Chodowieckis kleine Bilderwelten der Aufklärung

Mit feiner Ironie hielt Chodowiecki die affektierten Umgangsformen des Adels fest (Kalenderkupfer von 1778). · Foto: Gleimhaus – Museum der deutschen Aufklärung

Anlässlich seines 300. Geburtstags widmet das Gleimhaus in Halberstadt dem Kupferstecher Daniel Chodowiecki eine Ausstellung. Noch bis zum 15. November zeigt das Haus eine Auswahl seiner berühmten Kalenderserien – zwölfteilige Bildfolgen im Miniaturformat, die sich zur Zeit der Aufklärung großer Beliebtheit erfreuten. Die Kupferkalender waren Chodowieckis besondere Spezialität. Wie kein anderer vermochte es der Meister, selbst im winzigen Format der Kalender ausdrucksstarke Bilder zu kreieren, in denen er das Zeitgeschehen auf geistreiche Weise kommentierte. Dabei machte er aus der Beschränktheit der Fläche eine Tugend, verlangte diese doch eine besondere Prägnanz und Klarheit in der Darstellung.
Autor
Redaktion
21. August 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Ausstellungen

Dank seiner populären Kalenderserien gehörte Chodowiecki zeitweise zu den reichweitenstärksten Künstlern in den deutschen Landen. Dennoch wurden die Kupferkalender in späteren Zeiten eher gering geschätzt, zumal sie wegen ihres Formats als nur schwer auszustellen galten. Die Schau im Gleimhaus nimmt sich dieser Herausforderung dennoch an und zeigt eine große Auswahl jener Werke, die Chodowiecki einst zu einem der gefragtesten Künstler der Aufklärung machten. Dabei wird auch thematisiert, wie es Chodowiecki gelang, mit den Mitteln der Satire seinen Beitrag zum Projekt Aufklärung zu leisten.

www.gleimhaus.de

Gleimhaus – Museum der deutschen Aufklärung

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