Diogenes mit Laterne, die er durch Athen trug, um nur einen „wahren Menschen“ zu finden (Gemälde von Thomas Christian Wink, 1782). · Foto: akg-images
Als der vermutlich wegen Finanzbetrugs exilierte Diogenes in jungen Jahren nach Athen kam, entdeckte er die Philosophie für sich. Er vertrat die Überzeugung, dass der Mensch – wie die Tiere – ohne gesellschaftliche Konventionen zu leben habe. Die Bürger von Athen und Korinth sollten den provokanten Bettler-Philosophen fürchten und lieben lernen.
Sie haben noch 2 von 3 kostenlosen Artikeln übrig1/3
Alexander der Große war gerade erst seinem ermordeten Vater als König der Makedonen nachgefolgt. Der noch von diesem geplante Krieg gegen die Perser stand kurz bevor. Nun bereiste er Griechenland, um sich der Loyalität der Städte zu versichern – und überall, wo sich sein Kommen ankündigte, zogen ihm die Eliten entgegen, um ihn zu begrüßen. Unter den Philosophen war allerdings einer, der sich um die Ankunft des Makedonenkönigs nicht kümmerte. Sein Name war Diogenes. Das Fernbleiben des bekannten Gelehrten weckte das Interesse Alexanders, und so suchte er Diogenes in dessen Lager vor den Toren Korinths auf.
Dort fand er Diogenes auf dem Boden in der Sonne liegend vor, und er fragte ihn, ob es irgendetwas gebe, dass er sich wünsche. Der Sonnenbadende bejahte: Alexander solle ihm aus der Sonne gehen. Alexanders Begleiter mussten lachen, und der König war amüsiert und beeindruckt zugleich. Im Weggehen sagte er zu seinem Gefolge: „Wenn ich nicht Alexander wäre, dann wäre ich Diogenes!“ Es ist gut möglich, dass sich diese Begegnung wirklich so oder so ähnlich zugetragen hat – historisch gesichert ist das aber nicht.
Der junge Mann aus reichem Haus wählt ein Leben als Bettler und zieht in ein tönernes Gefäß
Geboren wurde Diogenes vermutlich gegen 413 v. Chr. in Sinope am Schwarzen Meer. Als Sohn des Amtsträgers Hikesias genoss er eine ausgezeichnete Ausbildung, die, wie damals üblich, sowohl das Literaturstudium als auch Reiten und Athletik einschloss. Als junger Erwachsener musste er seine Heimatstadt jedoch überhastet für immer verlassen. Die Quellen sind sich uneinig, was genau geschehen war, aber mit großer Sicherheit ging es um Finanzbetrug, genauer gesagt um Münzfälschung. Nicht sicher ist, ob Diogenes oder seinen Vater die Schuld traf oder beide zusammen.
Ob Flucht oder verordnetes Exil: Diogenes musste fort. Und es zog ihn nach Athen, wo er bald die Schüler des verstorbenen Sokrates kennenlernte. Keinen von ihnen konnte er leiden – bis auf den greisen Antisthenes. So jedenfalls will es die Überlieferung. Ob Diogenes zu einem Schüler des Antisthenes wurde oder ob dieser zu diesem Zeitpunkt bereits tot war, ist allerdings unklar.
„Geh mir aus der Sonne“, soll Diogenes Alexander dem Großen beschieden haben. Der künftige Welteroberer zeigte sich von der inneren Unabhängigkeit des Philosophen beeindruckt. · Foto: akg-images
Sicher ist, dass Diogenes von den Worten des alten Philosophen zutiefst bewegt wurde und dass sie sein Leben grundlegend veränderten – ganz gleich, ob Antisthenes sie ihm noch selbst sagen konnte oder ob Diogenes sie seinen Schriften entnahm. Diogenes gelangte zu der Überzeugung, dass menschengemachte Konventionen und Gemeinschaften eine Verfälschung der naturgegebenen Ordnung darstellten, dass also die Bürgerschaft, die Familie und die Ehe ebenso abzulehnen seien wie Bestattungsrituale, Festumzüge und Gebete; dass überdies jedweder Luxus, jedwedes auch noch so kleine Geltungsbedürfnis oder jeder Stolz nur zu innerlicher Schwäche führten.
So wählte er ein Leben als Bettler. Und er zog in seine Behausung, von der man heute fälschlicherweise glauben mag, es habe sich um ein Fass gehandelt. Fässer gab es im 4. Jahrhundert v. Chr. aber noch nicht. Stattdessen wurde ein sogenannter Pithos, ein großer, bauchiger Keramikbehälter, zu Diogenes’ Heimstätte. Gefäße dieser Art wurden für die Lagerung verschiedener Waren hergestellt und oft in den Boden eingelassen, um Stabilität zu gewährleisten und um verderbliche Inhalte zu kühlen. Diogenes’ Pithos befand sich auf dem Gelände des Athener Kybele-Heiligtums am Rande der Agora, des großen zentralen Platzes. Abends, wenn die Männer und die Prostituierten Athens zu den Gelagen strömten, konnte man ihn dort oft finden.
Tagsüber war er jedoch in der ganzen Stadt unterwegs, um mit den Athenern zu sprechen. Er wartete also nicht an einem festgesetzten Ort auf seine Schüler, sondern er stromerte durch Heiligtümer, Bäder, Barbiergeschäfte, Schusterläden, Gasthäuser und Tavernen. So ähnlich hatte es auch Sokrates gehalten. Aber im Gegensatz zu Sokrates ging es Diogenes nicht selten darum, die Menschen zu provozieren, zu schockieren und zu beleidigen. Platon nannte ihn daher einen „verrückt gewordenen Sokrates“.
Viele wichen ihm aus, wenn sie ihn kommen sahen – barfuß, ohne Tunika, nur mit einem Mantel bekleidet, einen Rucksack geschultert und auf einen Stock gestützt. So ist etwa die Anekdote über den berühmten Redner und erbitterten Alexander-Kritiker Demosthenes überliefert, der sich mit seiner Mahlzeit in den hinteren Teil einer Taverne zurückzog, als er Diogenes kommen sah. Dieser hatte ihn jedoch bereits erblickt und rief: „Je weiter du dich zurückziehst, desto tiefer wirst du hineingezogen.“ Es gab kein Entkommen vor diesem seltsamen Mann. Wegen seines aufdringlichen Auftretens wurde er bisweilen geschlagen. Davon ließ er sich aber nicht beirren.
Diogenes suchte die Menschen immer wieder in Gasthäusern und Tavernen auf und verwickelte sie in lange Dispute (Gemälde von Peter Paul Rubens, um 1630/1640). · Foto: akg-images
Wer Diogenes’ philosophische Überlegungen nicht kannte oder nicht respektierte, der mochte ihn für das Leben verachten, das er führte. Er bettelte nicht nur, er stahl auch Opfergaben aus den Heiligtümern. Und er war dafür bekannt, in der Öffentlichkeit zu masturbieren und Sex mit Prostituierten zu haben. Auch dies war Teil seiner Überzeugung, dass Scham nur ein künstliches Konstrukt sei. Man müsse es halten wie die Tiere – in vielerlei Hinsicht. So war Diogenes auch nicht verletzt, als missbilligende Stimmen ihn einen Hund schimpften. Er ging dazu über, sich selbst als Hund (kýon) zu bezeichnen, wovon sich „Kynismus“ ableiten mag; gut vorstellbar ist aber auch die entscheidende Verbindung zum Kynosarges (wörtlich „wo der Hund sich niederlegte“), einem Herakles-Heiligtum, wo Antisthenes lehrte.
Das Hundeleben sollte das Leben der wahrhaftigen Philosophen sein. Damit war wohlgemerkt nicht vollständige Entsagung gemeint, weshalb gerade das sexuelle Verhalten allenthalben für Missbilligung unter den Städtern sorgte. Vielmehr ging es Diogenes darum – dem Vorbild der Tiere folgend –, nichts anzuhäufen, weder nach Reichtum noch nach Ruhm zu streben, keine Verantwortung zu übernehmen und sich nicht vor Liebe oder vor Hass zu verzehren. Da waren nur der Mensch, die Natur und die täglichen Bedürfnisse.
Wenn Diogenes sich im Sommer in den brennend heißen Sand legte oder im Winter verschneite Statuen umarmte, so tat er dies nicht mit der Absicht der Selbstgeißelung, sondern im Bestreben, den Körper zu stählen, ihn gegen die Unbill der Natur abzuhärten. Die spartanische Lebensweise schätzte er hoch: einfache Ernährung, einfache Kleidung und die typisch „lakonische“ Sprechweise.
Die längste Zeit seines Lebens verbrachte er in Athen und Korinth. Die Hauptstadt der Philosophen und die Handelsmetropole mit ihren zwei Häfen lagen nur zwei Tagesreisen voneinander entfernt, und so lebte er im Winter in Athen und im Sommer in Korinth. Außerdem unternahm er immer wieder längere Reisen: nach Sparta etwa oder zu den Olympischen Spielen. Nirgendwo waren die Menschen vor seinen beißenden Kommentaren sicher.
Der Thebaner Krates trennte sich von seinem Vermögen, um wie sein Lehrer Diogenes ein Leben in Armut zu führen (Marmormosaik aus Siena, 15. Jahrhundert). · Foto: akg-images / Science Photo Library
Schulterzuckend begibt er sich in die Sklaverei
Eine dieser Reisen sollte sein Leben ein weiteres Mal verändern. Kretische Piraten enterten das Schiff, auf dem Diogenes unterwegs war, nahmen alle Matrosen und Reisenden gefangen und brachten sie nach Kreta, um sie dort auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen. Das war ein weitverbreitetes Geschäftsmodell der Zeit. Gebräuchlich war es, dass Gefangene von Rang und Namen sich freikaufen konnten. Diogenes jedoch, so will es die Überlieferung, schalt seine Schüler für ihr Ersuchen, das Lösegeld zu zahlen.
Gekauft wurde er von Xeniades, einem reichen Bürger Korinths. Dieser vertraute Diogenes die Erziehung seiner Söhne an – eine Aufgabe, welche Diogenes mit der Vermittlung seiner philosophischen Überzeugungen zu verbinden wusste. So erzog er die Söhne ganz spartanisch, vermittelte ihnen neben der Bildung sein Verständnis von Genügsamkeit, Einfachheit und körperlicher Härte. Allzu intensives Training erlaubte er ihnen jedoch nicht, denn er war überzeugt, dass der populäre Leistungssport gesundheitsschädlich sei und den Charakter schwäche.
Nach einer Weile ließ Xeniades ihn wieder frei, und Diogenes setzte sein Leben genau so fort, wie er es vor seiner Gefangennahme geführt hatte. Die Gruppe der Schüler, die sich im Laufe der Jahre in Athen und Korinth um ihn gesammelt hatte, unterschied sich deutlich von denen der anderen Schulen. Diogenes wollte von einer „Schule“ ohnehin nichts wissen. Ein Ort, an dem man sich regelmäßig versammelte, um theoretisch Wissen aufzusaugen, war für ihn letztlich Zeitverschwendung. Die gebildete Stadtjugend, die wissbegierig zu den Vorträgen der reich entlohnten Sophisten zog, verachtete er fast ebenso sehr wie die Lehrmeister selbst. Und auch mit den Philosophenschulen, an denen man seine Meinung über die Sophisten teilte, konnte er nichts anfangen. Sein liebster Feind war Platon, den er für einen Blender hielt, der hehre Prinzipien predigte, sich aber selbst nicht daran hielt.
Seine eigenen Schüler wählte Diogenes aus, indem er sie prüfte. Ihn kümmerten weder Stand noch Einkommen, sondern nur, ob der Schüler gewillt war, das Hundeleben zu leben. Einem jungen Mann, der sich ihm anschließen wollte, gab er beispielsweise ein Stück Fisch, das er sich erbettelt hatte, und hieß ihn, ihm zu folgen. Beschämt warf der Jüngling den Fisch fort und verschwand, denn er hatte erlebt, wie es sich anfühlte, von den Umstehenden für einen Bettler gehalten zu werden. Das war zu viel für ihn gewesen.
Platon rivalisierte mit Diogenes um die Auslegung des Erbes von Sokrates (Büste des Platon, Kopie aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.). · Foto: Bridgeman Images / Pictures from History / David Henley
Wer Diogenes folgte, der hatte seine Prüfungen bestanden und lebte nach seinem Vorbild – vom ersten Tag an. Zu seinen Schülern gehörte Krates, ein wohlhabender Mann aus Theben, der sein Vermögen verschenkt hatte, um Diogenes zu folgen. Auch Männer von bescheidenerer Herkunft fanden sich: etwa Monimus, der Diener eines korinthischen Bankiers gewesen war. Krates war verheiratet, was eigentlich nicht dem Anspruch der Kyniker entsprach. Die Ehe mit Hipparchia war allerdings alles andere als gewöhnlich: Die Ehepartner, die nicht durch Familienpolitik, sondern durch Liebe zueinander gefunden hatten, forderten – ganz im Sinne ihres Lehrers Diogenes – täglich die etablierte Struktur heraus. Gemeinsam besuchten sie Symposien, wo außer Männern sonst nur Prostituierte Zugang hatten, und sie hatten Sex in der Öffentlichkeit. Später sollte Krates seine eigenen Schüler haben, unter ihnen Zenon von Kition, den Begründer des Stoizismus.
Trotz aller Provokationen: Diogenes ist gern gesehen und geehrt
Bei allen Entbehrungen war Diogenes doch nie der Gefahr ausgesetzt, verachtet und schließlich vergessen den Hungertod zu sterben. Die großen Städte kümmerten sich um ihre Philosophen, und als ein Jugendlicher den Pithos des Diogenes zerbrach, wurden öffentliche Gelder bereitgestellt, um ihn zu ersetzen. So sehr Diogenes die Bürger auch beleidigte und provozierte – sie verziehen es ihm letztlich. Man lud ihn zu Gelagen ein, zu denen er bisweilen auch erschien, obwohl man wusste, dass er keine Gelegenheit auslassen würde, die Versammelten zu schmähen. Wie die anderen Attraktionen des Symposions, die Diogenes so gerne anprangerte, waren seine Äußerungen im besten Fall ein Denkanstoß und im schlimmsten Fall ein Teil der Unterhaltung.
Spielend gelang es Diogenes, sich mit anderen Gelehrten zu messen. Obwohl er aussah wie ein Bettler, konnte niemand verkennen, dass er überaus gebildet war. Häufig zitierte er oder machte Anspielungen auf die großen Werke der Zeit. Seine Kenntnis der Literatur gründete sicherlich nicht nur auf seiner Ausbildung in Sinope. Und er war nicht nur sehr belesen – er schrieb auch selbst: mindestens ein Dutzend Abhandlungen und Theaterstücke, von denen allerdings nur Fragmente erhalten sind.
Vielleicht bekamen Athener und Korinther sogar Stücke des Diogenes im Theater zu sehen. Auch wenn er das Theater eigentlich ablehnte, war er wohl zu der Überzeugung gekommen, dass es trotz allem ein Medium darstellte, mit dem er seine Philosophie bekannter und verständlicher machen konnte. Zudem schrieb er Abhandlungen über Ökonomie und Politik – ein Genre, das zu dieser Zeit entstand.
Diogenes in seiner tönernen Behausung am Rande der Agora, umgeben von Hunden, die er als Vorbilder für ein Leben nah an der Natur und frei von Eitelkeit sah. · Foto: mauritius images / Science Source
Was davon erhalten ist, gibt einen Einblick in die Welt, die Diogenes sich ausmalte – eine Welt, in der durchaus weiterhin Gesetze das Leben der Gemeinschaft regeln sollten, welche jedoch eher seinen Vorstellungen einer natürlichen Ordnung entsprachen: Kriegsführung sollte verboten, Münzgeld durch eine fiduziarische, auf Vertrauen basierende Währung ersetzt werden (ähnlich dem heutigen Bargeld); Familien sollten aufgelöst werden, alle Tabuisierung von sexuellen Handlungen entfallen, was Frauen und Männer gleichermaßen betreffen sollte und was ausdrücklich Inzest einschloss.
Frauen und Kinder sollten gleichberechtigten Anteil an Besitztümern haben; auch sollten Frauen und Männer im sozialen Leben gleichberechtigt sein und an den gleichen Aktivitäten teilhaben können. Grundsätzlich sollten alle vermeintlich künstlich erzeugten Bindungen und Tabus fallen. Elternmord solle nicht schlimmer geahndet werden als andere Tötungen; auch Kannibalismus sei zu akzeptieren.
Für die Nachwelt bleibt Diogenes ein Denker voller Widersprüche
Spätere Autoren rangen häufig mit seinen Werken, hielten sie nicht immer für ernst gemeint, zweifelten an ihrer Urheberschaft oder stürzten sich voller Zorn auf die provokantesten Textstellen. Gerade die Sexualmoral wurde besonders von christlichen Autoren immer wieder als Beweis für die Schlechtigkeit des Diogenes herangezogen. Sicherlich ging es ihm bei seinen Überlegungen aber nicht darum, seine Leser zu Inzest und Kannibalismus aufzufordern, sondern darum, in seiner Forderung nach einer tierischen Lebensweise konsequent zu bleiben. In der Praxis blieb sein Umfeld weit von diesen Abgründen entfernt. Tatsächlich trat Diogenes immer wieder als Gegner der Päderastie auf – der in weiten Teilen Griechenlands gängigen Praxis älterer Männer, sexuelle Beziehungen zu Jungen und jugendlichen Männern zu unterhalten.
Diogenes erreichte ein hohes Alter, auch wenn man seine Lebensdaten schwer fassen kann. Vor seinem Tod um 323 v. Chr. soll er angeordnet haben, seine Leiche wilden Tieren oder den Hunden zu überlassen – ein Wunsch, der nicht respektiert wurde. Stattdessen wurde ihm vor den Toren Korinths ein Grabmal errichtet, mit einer Säule, auf deren Kapitell ein Hund aus Marmor saß. Seine Schüler und Gefolgsleute (und sicher auch seine Feinde) sorgten dafür, dass ihn die Welt nie vergaß. Dem radikalen Kyniker wäre es wohl egal gewesen.
So wird er seinen Zeitgenossen in Erinnerung geblieben sein: Diogenes, um ein Almosen bittend (Diogenes-Statue aus der römischen Kaiserzeit). · Foto: Bridgeman Images / Alinari
Geschichte zum Hören
Zum Thema dieses Artikels gibt es auch einen Podcast! Näheres dazu unter: www.damals.de
Dr. David Neuhäuser
arbeitet als Historiker und freier Journalist. Er ist einer der beiden Moderatoren des DAMALS-Podcasts.
Literatur
Jean-Manuel Roubineau, The Dangerous Life and Ideas of Diogenes the Cynic. Oxford 2023.