Ihr Ruf als nationales Leitmedium entstand jedoch nicht über Nacht, sondern wuchs erst in den Jahrzehnten danach. Einen ersten Beweis seiner journalistischen Exzellenz lieferte das Blatt 1871 mit den Enthüllungen über die Korruption von William „Boss“ Tweed und der „Tammany Hall“. Diese politische Organisation der Demokraten in New York kontrollierte lange Zeit Posten, Wahlen und öffentliche Gelder und nutzte ihre Macht oft für persönliche Bereicherung. Indem die Zeitung diese Strukturen offenlegte, zeigte sie, was eine kritische Presse in der Demokratie zu leisten vermag.
Den entscheidenden Schub erhielt die „Times“ im Jahr 1896, als Adolph Ochs die wirtschaftlich angeschlagene Zeitung übernahm. Er setzte konsequent auf Glaubwürdigkeit, Genauigkeit und politische Unabhängigkeit. So entstand eine Zeitung, die erst die USA prägte und schließlich weltweit Maßstäbe im Journalismus setzte.
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