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Die Habsburger vor Algier
Zeitpunkte · 20. Oktober

Die Habsburger vor Algier

Allegorie auf Kaiser Karl V. als Weltherrscher (Gemälde von Peter Paul Rubens, 1604, nach Parmigianino, um 1530). · Foto: akg-images

Es war schon Ende September und damit recht spät im Jahr, als Kaiser Karl V. 1541 von Mallorca aus in See stach. Mehr als 500 Segelschiffe mit knapp 25 000 Soldaten aus dem Habsburgerreich nahmen unter dem Kommando von Andrea Doria Kurs auf Algier. Die nordafrikanische Stadt unter der Kontrolle des Osmanischen Reiches war die Hochburg der Barbaresken-Korsaren, die weit über das Mittelmeer hinaus Handelsschiffe eroberten und die Küsten bedrohten. In seinem Bestreben, das expandierende Osmanische Reich zurückzudrängen, hatte Karl V. im Jahr 1535 Tunis erobern können. Würde ihm ein ähnlicher Erfolg gegen Algier gelingen?
Autor
Redaktion
17. September 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Das Wetter war gegen ihn. Nachdem die riesige Flotte am 20. Oktober vor Algier gelandet war, gingen die Soldaten an Land und begannen, die Stadt zu umzingeln. Doch bevor sie sie einnehmen konnten, zog ein schwerer Sturm auf. Zahlreiche Schiffe der kaiserlichen Flotte, die vor der Küste ankerten, gingen unter oder wurden aufs Meer hinausgetrieben. Die Verteidiger Algiers und die Osmanen nutzten die Gelegenheit zu Gegenangriffen. Sie machten so viele Gefangene, dass, so hieß es, der Sklavenmarkt in Algier überfüllt war. Beinahe wäre ihnen Kaiser Karl V. selbst in die Hände gefallen, hätten ihm nicht die Johanniter zur Flucht verholfen. Rund 150 Schiffe gingen verloren, Tausende starben – das Unternehmen wurde zum Desaster.

akg-images

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