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Als in Basel die Erde bebte
Zeitpunkte · 18. Oktober

Als in Basel die Erde bebte

Darstellung des Basler Erdbebens von 1356 im „Chronicon Helvetiae“ von Christoph Silberysen aus dem 16. Jahrhundert. · Foto: Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 16: 1, p. 288 – Silbereisen: Chronicon Helvetiae, Part I

Es war ein ganz normaler Dienstagnachmittag, als plötzlich gegen 16 Uhr ein Erdstoß die Bürgerinnen und Bürger Basels aus ihrem Alltagstrott riss. Dabei war das erst der Anfang. Vier weitere Male erzitterte die Erde, ehe gegen 22 Uhr abends das Hauptbeben eintrat. Basel liegt am Oberrheingraben, wo ein tiefer Riss in der Erdkruste immer wieder für Erdbeben sorgt. Das Beben vom 18. Oktober 1356 gilt jedoch als das schwerste, das nicht nur in Basel, sondern in ganz Zentraleuropa dokumentiert ist. Sein Epizentrum lag im Dorf Reinach südlich von Basel.
Autor
Redaktion
17. September 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Als sich an jenem Abend das Hauptbeben ereignete, lagen die Bewohner der Stadt keineswegs arglos schlafend in ihren Betten. Aufgeschreckt durch die Erdstöße am Nachmittag waren viele von ihnen bereits vor die Stadttore auf freies Gelände geflüchtet. Das Beben war nun so stark, dass nicht nur das Basler Münster und andere Kirchen, sondern auch Steinhäuser und die Stadtmauer einstürzten. Viele Menschen, die sich erst jetzt in Sicherheit bringen wollten, wurden von herabfallenden Trümmern erschlagen. Dachstühle, Balken von Fachwerkhäusern und Holzbauten gerieten an vielen Stellen in Brand. Trümmer stauten den Fluss Birsig auf und sorgten für eine Überschwemmung. Über die genaue Zahl der Opfer treffen die Zeitgenossen unterschiedliche Aussagen, die einen sprechen von etwa 100, die anderen von bis zu 2000 Toten. Gleichwohl begann man zügig mit dem Wiederaufbau der zerstörten Stadt, der bis etwa 1370 abgeschlossen war.

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 16: 1, p. 288 – Silbereisen: Chronicon Helvetiae, Part I

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