Indien gilt als Geburtsstätte des Buddhismus. Er hat im heutigen Bihar rund 500 Jahre vor Christus seine Wurzeln. Buddhisten machen in Indien aktuell weniger als ein Prozent der Bevölkerung aus. Die meisten der eine Milliarde Menschen sind Hindus.
Auf ein buddhistisches Ruinenfeld sind Forscher bei Ausgrabungen nördlich von Bangalore, Indien, gestoßen. Es stammt nach Meinung der Archäologen aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert. Der Archäologie-Direktor der Provinz Karnataka M.V. Krishnapppa sieht den Fund als ersten Beweis für das Vordringen der Religion in den südlichen Teil des langgestreckten Landes. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Über 200 kleine Stupas, hügelförmige buddhistische Sakralbauten, fanden die Forscher der Universität Mysore bei ihren Grabungen auf dem großen Gelände, rund 25 Kilometer von Bangalore entfernt. Die Arbeiten galten eigentlich einer riesigen Erhebung. “Wir fanden einen Buddhisten Chaitya Tempel und viele kleine Schreine”, berichtet Krishnappa. “Außerdem Armreifen, Perlen verschiedener Art und viele kleine buddhistische Relikte.” Vieles sei über die Zeit bereits geplündert worden, beispielsweise wenn Dorfbewohner zufällig etwas ausgruben.
Bettina Hellenkamp





