Wissenschaftler haben in Japan gut erhaltenes Gehirngewebe in drei Schädeln aus dem 2. Jahrhundert nach Christus gefunden. DNA-Analysen sollen über den Ursprung dieser Menschen, deren Krankheiten und physische Merkmale Auskunft geben, berichtet Takao Inoue, Anatomieprofessor an der Tottori University School of Medicine.
Gefunden haben die Forscher die Schädel in den Ruinen von Aoya-Kamijichi. Es handelt sich um zwei Männer- und einen Frauenschädel aus der Yayoi-Zeit (300 vor bis 300 nach Christus). 20 bis 25 Prozent der gesamten Gehirnmasse sind in den Schädeln noch erhalten. “Eigentlich zersetzt sich Gehirngewebe sehr schnell. Dem dichten Lehmboden verdanken wir es, dass der Sauerstoff ausgeschlossen und so der Zersetzungsprozess verlangsamt wurde”, so Inoue.
Birgit Kahler





