Gestatten Sie mir deshalb einen kurzen Rückblick auf das bild der wissenschaft-Jahr 2014. Mit Erscheinen der großen Jubiläumsausgabe im Februar hat die Redaktion die Heftstruktur an heutige Rezeptionsgewohnheiten angepasst. Von Ihnen, den Leserinnen und Lesern, gab es verschwindend wenig Kritik. Wir gehen folglich davon aus, dass wir die Weichen richtig gestellt haben.
Im weiteren Verlauf „unseres Fünfzigsten” haben wir eine Reihe neuer Angebote entwickelt. So veranstalteten wir zusammen mit dem Heilbronner Science Center „experimenta” im Mai vor 400 Zuschauern unseren ersten Science Slam – der zweite wird am 8. Mai 2015 sein. Und als Vertiefung unserer zahlreichen Beiträge über das Weltall boten wir erstmals ein Astroseminar an, das aufgrund des großen Zuspruchs gleich zweimal stattfand. In wenigen Wochen startet zudem unsere erste bdw-Recherchereise nach Südafrika, bei der Leser die Gelegenheit nutzen werden, vor Ort mitzuerleben, wie ein bdw- Artikel recherchiert und fotografiert wird.
Wir haben überdies eine bdw-Posterreihe aufgelegt und etablierten unter www.wissenschaft.de das Videoportal zur deutschen Forschung. Im November berichteten wir zusammen mit nano-3sat einen ganzen Tag live über die Landung von Philae auf dem Kometen Churyumov- Gerasimenko, der aufgrund des unaus- sprechlichen Namens von vielen inzwischen liebevoll „Chury” genannt wird.
Mein Kollege Thorwald Ewe hat sich für unser Jubiläumsheft ein intelligentes Gewinnspiel ausgedacht, das wir angesichts Ihres Zuspruchs in dieser Ausgabe auf den Seiten 90 bis 96 fortführen. Über den ganzen Jahrgang hinweg ist unser Logo „bild der wissenschaft – 50 Jahre” genau 50 Mal dort platziert worden, wo ein Extra aus Anlass des Jubiläums erschienen ist.
Für mich persönlich war das Jubi-läumsjahr neben allem anderen auch ein Jahr der Experimente. Ich wollte ausloten, was unsere Leser zusätzlich zum Heft haben wollen und was nicht. Das Ergebnis ist ermunternd. In den kommenden Ausgaben werden Sie deshalb noch mehr neue Aktivitäten finden.
Genug der Vergangenheitsbewältigung – auf in die Zukunft: Die Titelgeschichte dieser Ausgabe richtet den Blick auf die weitere Entwicklung der Menschheit. Und zwar nicht auf so strapazierte Aspekte wie Weltbevölkerung, Klimastress oder Nord-Süd-Konflikt. Wir beschäftigen uns schlicht mit der Evolution des Menschen, die sich in den letzten 7000 Jahren extrem beschleunigt hat. Wie wird sich der moderne Mensch weiterentwickeln? Werden die Augen in Zukunft deutlich größer sein? Werden wir durch Integration von Elektronik unseren Organismus optimieren? Können Menschen der folgenden Generationen ihre Gefühlswelt auf Knopfdruck verändern? Antworten darauf finden Sie ab Seite 12.





