Neue Datierungen des Alters von menschlichen Knochenfunden in Äthiopien haben die so genannte Out-of-Africa-Theorie weiter erhärtet. Danach lag die Wiege der Menschheit in Afrika, von wo aus sich Homo sapiens über die ganze Welt verbreitete. 1967 hatte der Anthropologe Richard Leakey am äthiopischen Fluss Omo zwei hominide Schädelfragmente entdeckt, deren Alter damals auf 130 000 Jahre geschätzt wurde. Ein Team von Wissenschaftlern um Ian McDougall von der Australian National University in Canberra fand jetzt aber mit radioaktiven Messmethoden und genetischen Rekonstruktionen heraus, dass die Knochen rund 200 000 Jahre alt sind. Damit handelt es sich um die ältesten bekannten Überreste des modernen Menschen.





