Die Funde würden zeigen, dass sich die evolutionären Linien von Schimpanse und Mensch früher getrennt haben als bislang angenommen, mindestens aber vor 7 Millionen Jahren, sagen die Forscher.
Die bislang ältesten Überreste von menschlichen Vorfahren hat ein internationales Forscherteam in Zentralafrika entdeckt. Die sechs fossilen Knochenstücke, darunter ein Schädel, seien sechs bis sieben Millionen Jahre alt, berichten die Forscher im Fachmagazin “Nature” (Bd. 418, S. 145 und 152). Vor einigen Monaten hatten amerikanische Paläontologen vormenschliche Fossilien aus Äthiopien mit einem Alter zwischen 5,2 und 5,8 Millionen Jahre beschrieben.
Das Team um Michel Brunet von der Universität Poitiers (Frankreich) grub die Knochen in der Djurab-Wüste in Tschad aus. Das Prunkstück der Funde, der Schädel, trage eine seltsame Mischung aus menschen- und affenähnlichen Merkmalen, sagen die Forscher: Das Schädeldach gleiche eher dem von Affen, die kleinen Zähne und die markanten Brauenwülste deuten dagegen auf die menschliche Linie. Die Forscher ordneten die Überreste einer bislang unbekannten Gattung zu, die sie “Toumaï” nannten. Diesen Namen geben Tschader den Kindern, die kurz vor der Trockenperiode zur Welt kommen, und er bedeutet so viel wie “Hoffnung des Lebens”.
ddp/bdw – Marcel Falk, Bild: Mission Paléoanthropologique Franco Tchadienne





