Österreichische Archäologen haben in der westtürkischen antiken Stadt Ephesos weitere gewaltige Bauwerke entdeckt. Sie gehören zu einem bisher unbekannten öffentlichen Zentrum auf einer großen Terrasse in der Nähe der oberen Agora. „Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet”, erklärt Grabungsleiterin Sabine Ladstätter vom Österreichischen Archäologischen Institut in Wien. Besonders auffällig sei ein Monumentalbau, der 7,5 Meter breit und mindestens 41 Meter lang ist. Er steht in einem Hof, der von Säulenhallen umgeben ist.
Die Wissenschaftler waren auf das vermutlich rund 1800 Jahre alte Gebäudeensemble gestoßen, als sie mithilfe von Georadar und Geomagnetik den Untergrund untersuchten. Die eigentlichen Ausgrabungen sollen nächstes Jahr beginnen. Ladstätter erhofft sich auch Erkenntnisse über den Zweck und die Bedeutung der Bauten.
Ephesos war im Altertum eine der größten und bedeutendsten griechischen Städte in Kleinasien. Dort stand auch der Tempel der Artemis – eines der sieben Weltwunder. Österreichische Archäologen graben in Ephesos bereits seit 1896.





