Wissenschaftlicher Begleiter dieser besonderen Tour ist Prof. Dr. Matthias Stadelmann, außerplanmäßiger Professor für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und einer der Autoren des DAMALS-Sonderbands „1917 – Revolutionäres Russland”. Er kennt die Stadt von mehreren Studienaufenthalten. Für die Redaktion ist Chefredakteur Stefan Bergmann mit von der Partie. Hier einige Höhepunkte der sechstägigen Reise:
St. Petersburg steht einerseits für zarische Macht und Pracht. Andererseits begann dort mit der Revolution von 1905 der Kampf um Demokratisierung, es folgten die Entmachtung der Autokratie in der Februarrevolution 1917 sowie der kommunistische Umsturz durch die Gruppe um Lenin im Oktober desselben Jahres. Am Tag nach der Ankunft unternehmen wir vormittags eine ausführliche Rundfahrt (ohne Innenbesichtigungen) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dazu zählen der Schlossplatz mit Winterpalast und Alexandersäule, die Admiralität, das Standbild Peters des Großen sowie die Prachtstraße Newski-Prospekt mit der Kasaner Kathedrale und der Isaakskathedrale. Anschließend besichtigen wir die Peter-und-Paul-Festung inklusive der Peter-und-Paul-Kathedrale, der Begräbniskirche aller Zaren seit Peter dem Großen.
Auf dem Weg dorthin kommen wir am Panzerkreuzer „Aurora” vorbei – von diesem Schiff aus wurde mit einem Schuss das Signal zur Revolu‧tion gegeben. Nachmittags ausführlicher Besuch im „Museum für politische Geschichte” mit einer speziellen Abteilung zur Oktoberrevolution. Nach dem Abendessen optional (je nach Programmangebot) Besuch einer Ballett-Aufführung im berühmten Mariinski-Theater, einer Oper im Michailowski-Theater oder eines Konzerts der hervorragenden St. Petersburger Philharmonie.
Am dritten Tag steht vormittags der geführte Besuch in der Eremitage auf dem Programm, deren Sammlung mit fast drei Millionen Objekten weitgehend im prachtvollen Winterpalast untergebracht ist. Sie ist das bedeutendste Kunstmuseum Russlands. Als herausragend gilt die umfangreiche Sammlung westeuropäischer Malerei, darunter die größte Rembrandt-Sammlung der Welt. Auch der Winterpalast selbst ist durch seine Innenausstattung eine Sehenswürdigkeit und zugleich ein wichtiger Schauplatz der Oktoberrevolution: Er war Sitz der provisorischen Regierung, die dort während des Umsturzes verhaftet wurde.
Am Nachmittag Innenbesichtigung der Isaakskathedrale mit ihrer gewaltigen Kuppel sowie der „Erlöser auf dem Blut”-Kathedrale („Auferstehungskirche”), am Ort des Attentats auf den Zaren Alexander II. erbaut. Abends erleben wir bei einer Bootsfahrt auf der Newa und durch die Kanäle die einzigartige Atmosphäre der St. Petersburger „Weißen Nächte”.





