Die Verlängerung des Heranwachsens gilt als ein Schlüsselereignis in der menschlichen Evolution. Jugendliche haben dadurch mehr Zeit zum Lernen. Diese menschliche Eigenart fehlte dem vor 1,5 Millionen Jahren lebenden Homo erectus noch und “ist damit sehr spät in der Evolutionsgeschichte entstanden”, schreibt der italienische Forscher Jacopo Moggi-Cecchi in einem Kommentar.
Homo erectus wuchs vermutlich ähnlich wie ein heutiger Affe auf. Der schon aufrecht gehende Vorfahre des modernen Menschen hatte nur 12 und nicht 18-20 Jahre, um erwachsen zu werden, schreiben britische Anthropologen in der Fachzeitschrift “Nature” (Bd. 414, S. 628).
Das Team um Christopher Dean vom Universitäts College in London analysierte die Muster im Zahnschmelz fossiler Zähne. Mit der Zahnentwicklung gehen auch die Entfaltung von Gehirn, Geschlechtsreife und Lebensspanne einher. Dieses Entwicklungsmuster glich eher dem heutiger Affen als dem moderner Menschen, fanden die Forscher.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





