Der Untergang des Volks der Rapa Nui auf den Osterinseln war weder die direkte Folge der Umweltzerstörung durch Abholzung noch die alleinige Folge des Kontakts mit den europäischen Entdeckern im 18. Jahrhundert. Diese beiden seit Jahrzehnten widerstreitenden Theorien haben Forscher des Bremer Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie jetzt in einer aufwendigen Modellrechnung zusammengeführt. Danach hatten die Rapa Nui ihre ökologischen Probleme lange Zeit weitgehend im Griff und arrangierten sich mit ihnen. Doch die Europäer brachten bislang unbekannte Infektionskrankheiten mit und verschleppten die Inselbewohner als Sklaven. Dies besiegelte das Aus für die Rapa Nui.





