Nicht schlecht staunte kürzlich ein Angestellter des naturhistorischen Museums im niederländischen Denekamp. Als er morgens zur Arbeit kam, lag ein 1,12 Meter langer Mammutstoßzahn vor der Eingangstür. „Eine sehr schöne, aber auch rätselhafte Entdeckung”, meint der Direktor des Museums, Dick Schlüter. Denn es ist völlig unklar, wer das 14 000 Jahre alte Fossil quasi wie in einer Babyklappe hinterlassen hat. Schlüter vermutet, dass es sich um einen Bauunternehmer handelt, der bei Aushubarbeiten auf den Zahn gestoßen ist und nun befürchtet, dass die Behörden einen Baustopp verhängen, um die Suche nach weiteren Fundstücken zu ermöglichen.
Bei dem Stoßzahn handelt es sich um ein besonders gut erhaltenes Exemplar. Mit 40 Zentimeter Durchmesser gehört er zu einem ausgewachsenen Mammut. Meist werden nur Fragmente solcher Fossilien gefunden. „Ein Zahn in dieser Länge und Vollkommenheit ist sehr selten”, erklärt Schlüter. Doch die Freude über die Neuerwerbung seines Museums ist getrübt. Ohne Informationen über die Umstände, unter denen der Stoßzahn entdeckt wurde, bleibt dessen wissenschaftlicher Wert relativ gering.





