- Was ist los?
- Wie bewirbt man sich
- Kosten? Fast keine
- Folgende Labore haben wir für das bdw-Forschungs-Camp ausgewählt.
- Bericht über das Camp 2001
Was ist los?Vom 1. bis 6. April 2002 in der Ferienwoche nach Ostern veranstaltet das Forschungszentrum Jülich zusammen mit bild der wissenschaft das zweite bdw-Forschungs-Camp. Schüler ab 14 Jahre werden eine Woche lang vier verschiedene Labors kennenlernen und dort arbeiten. Stress wird dabei garantiert nicht aufkommen. Denn neben Forschen sind auch Sport und Exkursionen vorgesehen zum Beispiel nach Aachen. Eine große Abschlussfete gehört ebenfalls zum Programm.
Teilnahmeberechtigt sind Schüler von 14 bis 18 Jahren. Jüngere Bewerber können wir leider nicht berücksichtigen. Die Teilnehmerzahl ist auf 14 Personen begrenzt. In die engere Auswahl kommen alle, die das richtige Lösungswort unseres Rätsels (zusammengesetzt aus den orange-unterstrichenen Buchstaben) gefunden haben.
Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2001.Bewerbungen bitte an: bild der wissenschaft, Stichwort: bdw-Forschungs-Camp, Neckarstr. 121, 70190 Stuttgart. (WICHTIG: Wir können nur Bewerbungen berücksichtigen, die per Postkarte eingehen.)
Frage 1: Im Zentrum unserer Galaxie versteckt
Frage 2: Moleküle, die links- und rechtsdrehend vorkommen, nennt man so
Frage 3: Schwer gesucht: Öko-Computerexperten
Frage 4: Elementares Bestandteil, auch im Käsekuchen
Frage 5: Mathematiker, war besonders fit in Strömungen
Frage 6: Noble Comedyshow, alljährlich dort in ehrwürdigen Hallen verliehen
Frage 7: Jetzt auch auf deutschen Höfen angekommen: fehlgefaltete Erreger
Frage 8: Wird All-seits zusammengeschraubt
Frage 9: Physiker, dessen Theorie erst nach über 70 Jahren (1995) experimentell bestätigt wurde
Frage 10: Biologische Tausendsassas, Grund heißer Ethikdebatten
Frage 11: Ihn erkundeten drei frisch gekürte Nobelpreisträger
Zu schwierig? Unser Tip: Des Rästels Lösung näher bringt die Beilage bild der wissenschaft PLUS “Forscher Live” aus dem November-Heft. Kosten? Fast keine Das bdw-Forschungscamp kostet nur 69 Euro. Darin sind enthalten: Bahnfahrt 2.Klasse vom (deutschen) Heimatort nach Jülich, wo die Teilnehmer vom Bahnhof abgeholt werden. Unterbringung und Verpflegung vom 1. April 2002 abends bis zum 6. April morgens, das Besuchsprogramm sowie ein “Erinnerungsstück”. Bitte überweisen Sie den Betrag nicht vorab. Sie erhalten eine Rechnung.
DIE LABORE
Labor 1: Lebende Klimaarchive – Direkt vor den Toren des Forschungszentrums, im Hambacher Forst, steht ein Archiv der Klimaforscher. Im Holz der Bäume sind die Wetterdaten der letzten Jahrhunderte dokumentiert. Beispielsweise wann es wie lange geregnet hat. Oder ob das Wetter eher aus südlichen oder aus nördlichen Gefilden kam. Wie man die hölzernen Archive entschlüsselt, wissen die Geografin Kerstin Treydte und der Geologe Gerhard Helle. Feste Schuhe sind angesagt. Denn die Camp-Teilnehmer werden im Wald herumstiefeln und aus alten Bäumen Bohrkerne ziehen, um sie dann im Labor zu analysieren.Labor 2: Rastertunnelmikroskop – Wie ein Blinder mit dem Finger die herausragenden Pünktchen der Blindenschrift “liest”, so tastet die extrem feine Spitze des Rastertunnelmikroskops über atomare Berge und Täler. Um auch wirklich jedes Atom einzeln abbilden zu können, muss die Spitze superfein sein sie endet mit nur einem Atom. Kaum vorstellbar, dass man so ein sensibles Instrument zum Abtasten von Atomen ruck-zuck selber bauen kann. Wie das geht, verrät Physikerin Margret Giesen erst in Jülich.
Labor 3: Brennstoffzellen – Brennstoffzellen werden die Energieversorgung revolutionieren, meinen viele Experten. Denn sie produzieren umweltfreundlichen Power jeder Größenordnung. “Vom Heizkraftwerk über das Auto bis zu Handy und Uhr können Brennstoffzellen bald eingesetzt werden”, sagt Bernd Emonts. In Jülich tüftelt der Maschinenbauingenieur an der Entwicklung und Verbesserung neuer Brennstoffzellen. Die Forschungscamp’ler dürfen ihm dabei nicht nur über die Schulter schauen, sondern selber das Innenleben der Energiespender erforschen und Bauteile basteln
Labor 4: Gentechnologie – Jedes Lebewesen hat Gene: Mikroben, Mais und Mäuse wie auch wir Menschen. In diesen Genen steht geschrieben, wie der Organismus funktioniert, wie er aussieht. Nicht immer sind in allen Zellen sämtliche Gene aktiv, sie arbeiten vielmehr in einem streng regulierten, komplexen Netzwerk. Um herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt welche Gene “an”, welche “aus” sind, packen Forscher sie im Millimeterabstand auf Chips und analysieren sie “en gros”. Normalerweise geht das vollautomatisch mit raffinierten Computern und Robotern. Nicht so im Forschungscamp. Hier heißt es “learning by doing”. Unter der Obhut des Biologen Volker Wendisch werden die Schüler selber Gen-Chips bauen.
Auch im Jahr 2002 wird es in den Osterferien wieder ein bdw-Forschungs-Camp für Schüler im Forschungszentrum Jülich geben. Denn das letzte Camp war ein voller Erfolg. Forschen kann und darf Spaß machen. Auch diesmal servieren die Jülicher Forscher den Schülern statt dröger Fakten Wissenschaft zum Mitmachen.





