Die Reste einer Steinzeitsiedlung haben Archäologen in Sachsen-Anhalt entdeckt. Das Team um Andreas Northe von der Universität Halle grub sie in Goseck aus, unweit des mit rund 7000 Jahren ältesten Sonnenobservatoriums der Welt. Die Siedlung stammt aus derselben Zeit. Northe fand neben Keramikscherben und Tierknochen Geräte aus Stein, die Ruine eines Langhauses und ein Kindergrab. Das ein bis drei Jahre alte Kind war in der typischen seitlichen Hockstellung mit einer Tonflasche als Grabbeigabe beerdigt worden. Wenige Meter von dem Grab entfernt entdeckte Northe drei Beile. „Sie sind nie benutzt worden”, erklärt er, „ was auf eine rituelle Bedeutung hinweist.”
Einmalig ist ein Fund bei dem 20 mal 6 Meter großen Langhaus: Die Wissenschaftler gruben die Reste einer Wandverputzung aus, die eine genaue Rekonstruktion der äußeren Form des Gebäudes ermöglicht.





