Die Versuchspersonen machten nur noch, was von ihnen verlangt wurde und kein bißchen mehr, erklärt der beteiligte Forscher Jeffrey Stanton von der Syracuse University in New York. Den gleichen Effekt könnten auch Stechuhren und Kameras am Arbeitsplatz haben.
Gut überwachte Mitarbeiter sind schlechte Mitarbeiter. Sie produzieren nur noch, was elektronische Überwachunssysteme erfassen und zeigen keine Verantwortung für das eigentliche Ergebnis ihrer Arbeit. Das ist das Resümee einer amerikanischen Studie, über die das Magazin “Computers in Human Behavior” (Bd. 18, S. 85) berichtet.
Für die Untersuchung sollten etwa 130 Freiwillige am Rechner Fehler in Datenreihen korrigieren. Ihnen wurde erklärt, dass es wichtig sei, die Aufgabe schnell und zuverlässig zu erledigen. Ein Computer würde den Fortschritt ihrer Tätigkeit dokumentieren. Bekamen die Probanden während der Arbeit jedoch das Gefühl, dass vor allem die Geschwindigkeit ihrer Tätigkeit erfasst wird, erledigten sie die Aufgabe unzuverlässig. Hatten sie das Gefühl, die Qualität wird überwacht, wurden sie immer langsamer.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





