Diese verfälschte Wahrnehmung hat für männliche Darsteller den angenehmen Effekt, am Bildschirm oder auf der Leinwand muskulöser zu erscheinen. Schlanke Frauen müssen dagegen oft weitere Kilo abnehmen, um auch auf dem Bildschirm eine gute Figur zu machen. Harper hat bereits mehrere Berichte britischer Fernsehstars zusammengetragen, die diese Aussage aus eigener Erfahrung bestätigen konnten.
Männer wirken auf dem zweidimensionalen Bild eines Fernsehschirms muskulöser, als sie tatsächlich sind. Frauen erscheinen dagegen eher unvorteilhaft dick. Das berichten britische Psychologen im Wissenschaftsmagazin “New Scientist” (Ausgabe vom 13. April).
Bernard Harper und Richard Latto von der Universität Liverpool hatten Studenten zwei- und dreidimensionale Bilder von Fotomodels gezeigt. Bei den zweidimensionalen Bildern schätzen die Versuchspersonen das Gewicht der Models um rund fünf Prozent höher ein. Besonders der Hals wirkte auf den Bildern kräftiger, als er tatsächlich war.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





