2700 Jahre ist es her, dass ein Schreiber seinen Griffel in den weichen Ton gedrückt und die waagerechten und senkrechten Vertiefungen hinterlassen hat, die der Schrift ihren Namen geben: Keilschrift. Vermutlich ist es ebenfalls 2700 Jahre her, seit ein Mensch diesen „zu Ton gebrachten” Text zuletzt gelesen hat – bis zu dem August-Nachmittag im Jahr 2008, an dem Markus Hilgert ein Foto dieser Keilschrifttafel auf dem Bildschirm seines Computers aufruft. Der Professor für Altorientalistik an der Universität Heidelberg hat sich darauf spezialisiert, die antiken Tafeln anhand der Fotos zu entziffern.
Mit geschultem Auge erkennt Hilgert in der obersten Zeile den Götternamen Marduk und liest „schigu balati aschassika”: „Ich rufe dir ein Gebet des Lebens zu.” Es handelt sich um ein „schigu” , ein Bußgebet in akkadischer Sprache (kleines Bild oben). Da Derartiges im 1. Jahrtausend v.Chr. nur sehr selten aufgeschrieben wurde, ist die Keilschrifttafel eine Rarität. Sie stammt aus der Bibliothek von Sippar, der ältesten der Menschheit. Die Bibliothek in der Nähe des heutigen Bagdad im Irak war ein Hort tönerner Bücher, in dem Werke aus einer sogar für die Babylonier längst versunkenen Zeit aufbewahrt wurden. Hier gab es Schriften auf Sumerisch, das bereits 1500 Jahre zuvor als Alltagssprache aus der Mode gekommen war. „Selbst das Akkadische, das das Sumerische abgelöst hatte, beherrschten einige Bibliothekare von Sippar schon nicht mehr als Muttersprache”, vermutet Markus Hilgert.
Die ERSTEN WÖRTERBÜCHER
Die Sippar-Bibliothek war nicht nur ein Ort zur Aufbewahrung alter Werke, sondern auch ein Forschungszentrum. Die „Studenten” trugen hier während ihrer Ausbildung überliefertes Wissen zusammen und hielten es auf Tontafeln fest. Sie waren angehende Opferschauer, Heilkundige oder Klagesänger. Zu ihren Kompetenzen gehörte es, sumerische und akkadische Texte früherer Epochen abzuschreiben und sich so mit deren Inhalt vertraut zu machen. Gebildete Leute konnten im 6. Jahrhundert v.Chr. noch Akkadisch, doch im Alltag sprach man wohl vielfach bereits Aramäisch – das rund 500 Jahre später auch die Muttersprache des Wanderpredigers Jesus von Nazareth war. Die Werke der Gelehrten waren jedoch alle in Sumerisch oder Akkadisch abgefasst. Wer also um 600 v.Chr. in der Bibliothek von Sippar studieren wollte, kam um diese Sprachen nicht herum und brauchte in der Regel Wörterbücher. „20 Prozent des gesamten Bestands der Bibliothek waren lexikalische Listen”, erklärt Hilgert. Diese Tontafeln enthielten zweisprachige Tabellen auf Sumerisch und Akkadisch. Dabei waren die Wörter nach grafischen Merkmalen der Keilschrift sortiert, denn eine alphabetische Ordnung gab es noch nicht.
Zur genaueren Gliederung wählten die babylonischen Gelehrten Themen, die nach einem heute kaum noch nachvollziehbarem Prinzip zusammengestellt waren. Das lexikalische Kompendium „Charra = Chubullu”, eine Art Wortschatztrainer für Sumerisch im 1. Jahrtausend, enthält auf seiner 22. Tafel die Rubriken Länder- und Ortsnamen, Wasserläufe, Gräben und Deiche, Sterne/Sternbilder/Planeten, Seile und Palmschösslinge. Die Seile könnten in diese Listen gekommen sein, weil Land mit Seilen vermessen wurde, vermutet Hilgert. Die Palmschösslinge wiederum hatten mit den Seilen zu tun, denn es gab eine bestimmte Seilart, mit der man an Dattelpalmen hochkletterte.
LEBERSCHAUEN ALS WISSENSCHAFT
Nur mithilfe solcher Wortlisten konnten die Bibliotheksnutzer die Texte verstehen. Von besonderem Interesse waren Leberschauen, Beobachtungen aus Missbildungen und die Konstellationen der Sterne. All das nahm man als Omen, von dem man sich Auskünfte über die Zukunft erhoffte. Die Zukunft durch Vorzeichen zu deuten, galt als eine hochwissenschaftliche Angelegenheit. Außerdem bewahrte die Bibliothek Klagelieder, Gebete, Hymnen, Mythen und Zaubersprüche aus alter Zeit auf.
AUSGRÄBERPECH: KNAPP DANEBEN
Die Entdeckung der Keilschrift-Bibliothek hat selbst eine lange Geschichte. In den Jahren 1881/82 unternahm der irakische Archäologe Hormuzd Rassam einige Probegrabungen in Sippar, da er auf dem Gelände das Hauptheiligtum des Sonnengottes Schamasch vermutete. Hätte Rassam in einem östlichen Winkel des Tempelgeländes auch nur ein Stückchen weiter rechts gegraben, wäre er auf ein versperrtes Portal gestoßen – den Zugang zum Gebäude mit der Bibliothek. Erst 100 Jahre später – in den Jahren 1985/86 – war ein Grabungsteam unter der Leitung von Walid Al-Jadir dort, wo Rassam aufgehört hatte zu suchen. Diese Archäologen hatten mehr Glück. Sie legten das Tempelgelände mit über 3600 Quadratmetern frei. Die Mauern ähnelten einem Labyrinth. Im Ost-Winkel des Gebäudes ging von einem langen Gang ein kleiner Raum ab. Was die Forscher darin fanden, verschlug ihnen die Sprache: In die Wände waren Fächer eingelassen, in denen sich Dutzende Tontafeln stapelten. Einige waren auf den Boden gelegt – als würde gleich jemand kommen und sie wegräumen.
Al-Jadir und seine Kollegen erkannten, was sie da vor sich hatten: eine alte Bibliothek, die seit 2700 Jahren kein Mensch angerührt hatte. Die Archäologen fotografierten die Tontafeln und den Raum mit den Fächern in der Wand. Dann ließen sie die Schrifttafeln in das Irak-Museum in Bagdad bringen. Doch bevor die Wissenschaftler dazu kamen, sich an die Entzifferung der fast 500 Texte zu machen, brach der erste Golfkrieg aus. Die schlechten Lagerbedingungen im Museum ließen die kostbaren Relikte mit den Jahren zu Staub zerfallen. So sind den Wissenschaftlern heute nur die Fotos geblieben, die aber glücklicherweise scharf und für Keilschrift-Experten leserlich sind.
Zur Bibliothek wurde der kleine Raum vermutlich im 7. Jahrhundert v.Chr., vielleicht auch schon etwas früher. Hochbetrieb herrschte dort vom Ende des 7. bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts, etwa zur Herrscherzeit von Nebukadnezar (604 bis 562 v.Chr.). Der babylonische König erweiterte nicht nur sein Reich durch Kriegszüge gegen die Syrer, Israeliten und Ägypter. Er hatte vermutlich auch Interesse am kulturellen Fortschritt seines Reichs. Auf seine Initiative hin sollen die Hängenden Gärten von Babylon entstanden sein. Und er ließ einen riesigen Stufentempel bauen, der die reale Entsprechung zum biblischen „ Turm zu Babel” sein sollte.
ABSCHREIBEN ALS HAUSAUFGABE
Unter seiner Ägide florierte auch die hohe Kunst des Schreibens. Es dauerte einige Jahre, um die Keilschrift lesen zu können, und weitere Jahre, um sie einigermaßen sicher zu verwenden. Deshalb lag die mesopotamische Schulzeit bei etwa zehn Jahren – ein Privileg, das nur Kindern aus Elitefamilien zuteil wurde. So ist es an sich schon eine Leistung, dass die Schreiber der Bibliothek von Sippar es auf sich nahmen, die alten sumerischen und akkadischen Werke zu kopieren. Doch es gab wahre Virtuosen auf diesem Gebiet, wie Hilgert in der Bibliothek von Sippar entdeckte: Ein gelehrter Schreiber zeigte ein historisches und philologisches Bewusstsein, wie man es eigentlich erst aus dem 19. Jahrhundert kennt.
Aufgefallen war der Schreiber dem Heidelberger Forscher deshalb, weil er eine sumerische Bauinschrift des altbabylonischen Königs Hammurapi in merkwürdigen Keilschriftzeichen und in einer unüblichen Anordnung kopiert hatte. Merkwürdig deshalb, weil im 7. Jahrhundert v.Chr. niemand mehr so schrieb wie Hammurapis Schreiber 1000 Jahre zuvor. Neben dem kopierten sumerischen Text und der akkadischen Übersetzung fand sich zudem an mehreren Stellen der in akkadischer Handschrift angebrachte Vermerk „he-pi”, der soviel bedeutet wie „ ist angebrochen, zerstört”. Der Schreiber hatte die 1000 Jahre ältere Schrift nachgeahmt und dabei genau gekennzeichnet, wo er den Text nicht mehr lesen konnte. Die ungewöhnliche Platzierung der Textteile ergab sich daraus, dass der Schreiber die Anordnung des Originals imitierte. Der ursprüngliche Text war auf einem sogenannten Tonnagel geschrieben, einem konisch geformten Tonstück, auf dem sich aus geometrischen Gründen eine spezifische Schriftführung ergab. Auch um den Preis der schlechteren Lesbarkeit wollte der Schreiber die Gestaltung erhalten. „Dieses Textdokument ist einzigartig”, erklärt Hilgert, „denn der Schreiber hat damit eine philologische Textedition vorgelegt, wie man sie in Europa eigentlich erst seit wenigen Jahrhunderten zu erstellen versteht.”
EINE Rätselhafte Fluterzählung
Und noch einer weiteren Sensation ist Hilgert auf der Spur. Bis vor Kurzem nahm er an, er würde den Bestand der Bibliothek thematisch weitgehend überblicken. Doch als er eines Tages über Fotos aus der Sippar-Bibliothek brütete, fiel ihm auf: Zwei Fragmente waren an jeweils einer Seite abgebrochen, und er konnte die Bruchstellen lückenlos aneinanderfügen. Als der Forscher sich an die Erschließung der Textteile machte, erkannte er, dass es sich um eine Fluterzählung handelte. Das war zunächst nichts Außergewöhnliches, denn Erzählungen von einer Sintflut sind von alters her bekannt. In einigen Erzählungen erscheint die „Stadt der Sipparer” gar als Ort, in dem alle Schriftwerke vergraben werden sollten, damit sie von der Flut nicht beschädigt würden. In Babylon war die Flutgeschichte statt mit dem alttestamentarischen Noah mit dem Held Ut-Napischtim aus dem Gilgamesch-Epos oder mit Atrahasis aus dem gleichnamigen Epos verbunden. Da die Fachleute ohnehin erwarteten, in der Sippar-Bibliothek Texte aus dem Epos über den Halbgott Gilgamesch aus Uruk zu finden, suchte Hilgert nach Übereinstimmungen mit den einschlägigen Stellen aus dem Gilgamesch-Epos.
Doch er fand keine. Wenn das Textfragment also nichts mit dem Gilgamesch-Epos zu tun hatte – was war es dann? Könnten die Fragmente etwa zum Atrahasis-Epos gehören? Von diesem Epos gibt es zwei Hauptfassungen: eine altbabylonische aus dem frühen 2. Jahrtausend v.Chr. und eine neubabylonische, die im 1. Jahrtausend v.Chr. überliefert wurde. In der altbabylonischen Fassung steht eine Sintflutgeschichte. Und auch in der neubabylonischen Fassung wird eine vermutet – die aber bisher niemand entdeckt hat. Es wäre also eine Sensation, wenn die Fragmente ein Teil des bisher unbekannten Atrahasis-Epos wären. Doch Keilschriftexperte Markus Hilgert muss es bei seiner Vermutung belassen. Die Fragmente sind zu schlecht erhalten, um echte Beweise zu sein.
EIN MENSCHENLEBEN LANG ARBEIT
Weitere 500 Texte harren der Erschließung – ein mühseliges Geschäft. Für die rund 40 Zeilen des schigu-Gebets hat Hilgert etwa vier Wochen gebraucht. In einer modernen Fremdsprache sind 40 Zeilen für einen Übersetzer in längstens einem Vormittag zu schaffen. Doch Sumerisch und Akkadisch waren schon um 600 v.Chr. tote Sprachen. Die Übersetzer nähern sich der semitischen Sprache Akkadisch heute über das Arabische und Hebräische an. Sumerisch kann wiederum nur über das Akkadische erschlossen werden, da es – wie etwa das Baskische – eine isolierte Sprache ist, die sonst keine Verwandtschaft mit einer anderen bekannten Sprache hat.
Hinzu kommt, dass der Wortschatz des Akkadischen längst nicht so gut bekannt ist wie der von Latein oder Altgriechisch. Die Altorientalisten müssen sich ständig durch die Suche nach Parallelstellen in bereits entschlüsselten Texten vergewissern, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Für das schigu nutzte Hilgert ein Buch über babylonische Gebetsbeschwörungen sowie das „ Akkadische Handwörterbuch”, das es erst seit knapp 30 Jahren gibt. Außerdem nahm er eine Zeichenliste zu Hilfe. Darin sind die einzelnen Keilschriftzeichen nach grafischen Kriterien geordnet, angefangen bei den einfachen waagerechten bis hin zu den komplexen Zeichen. Selbst mit diesen philologischen Werkzeugen wird Hilgert die gesamte Erschließung der Bibliothek wohl nicht mehr erleben. Geht man von etwa 500 Texten in der Sippar-Bibliothek aus, von denen jeder im Schnitt 100 Zeilen lang ist, kommt man auf 50 000 Zeilen. Wenn für 40 Zeilen vier Wochen nötig sind, dann braucht man für 50 000 Zeilen 5000 Wochen – also 96,15 Jahre!
Den Gedanken an dieses knappe Jahrhundert, das er bräuchte und das auch Marduk, „der gnadenreiche Gott, der den Toten lebendig macht”, ihm nicht geben kann, wischt Hilgert beiseite. Er öffnet das nächste Foto mit einer Keilschrifttafel. Und wieder ist der Forscher der erste Mensch seit 2700 Jahren, der diesen Text zu lesen bekommt. ■
DORIS MARSZK arbeitet als Wissenschaftsjournalistin in Hamburg und ist Redakteurin beim Online-Dienst wissenschaft aktuell.
von Doris Marszk
KOMPAKT
· In der 2700 Jahre alten Bibliothek von Sippar lagerten über 500 Keilschrift-Texte.
· Damalige Gelehrte übersetzten und studierten Texte, die 1000 Jahre zuvor geschrieben wurden.
· Möglicherweise ist einer der Texte eine bedeutende Fluterzählung.
LESEN
Michael Jursa DIE BABYLONIER Geschichte – Gesellschaft – Kultur C.H. Beck, München 2008, € 7,90
Eva Cancik-Kirschbaum DIE ASSYRER Geschichte – Gesellschaft – Kultur C.H. Beck, München 2003, € 7,90
Gebhard Selz SUMERER UND AKKADER Geschichte – Gesellschaft – Kultur C.H. Beck, München 2005, € 7,90
Alfred Diwersy, Gisela Wand VON BABYLON BIS BAGDAD Kulturerbe im Irak Gollenstein, Blieskastel 2005, € 36,–
Uwe Jochum KLEINE BIBLIOTHEKSGESCHICHTE Reclam, Ditzingen 2007, € 6,80
INTERNET
Informationen über die Geschichte Mesopotamiens vom British Museum (in englischer Sprache): www.mesopotamia.co.uk
GUT ZU WISSEN: ANTIKE BIBLIOTHEKEN
Den meisten Bibliotheken aus alter Zeit fehlt das Wichtigste: die Bücher. In Griechenland schrieb man bereits in archaischer Zeit auf Papyrus. Das bastähnliche Geflecht hatte eine begrenzte Lebensdauer. Das gilt auch für das später verwendete Pergament: Tierhaut. Selbst als die Bibliotheken noch in Betrieb waren, mussten die Schreiber immer wieder Abschriften anfertigen.
Die berühmteste Bibliothek der Antike war die von Alexandria, die wenige Jahre nach der Stadtgründung 331 v.Chr. errichtet wurde. Nach dem Tod Alexanders des Großen, des Gründers von Alexandria, bekam sein Feldherr Ptolemaios I. Soter Ägypten zugeteilt. Er machte aus der Hauptstadt seines Landes nicht nur eine Handels-, sondern auch eine Kulturmetropole und errichtete ein Gelehrtenzentrum: das Mouseion. Darin war auch die Bibliothek untergebracht, die Hunderttausende von Buchrollen beherbergt haben soll. Man kennt heute weder die genaue Lage der Bibliothek noch Zeitpunkt und Ursache ihrer Zerstörung.
Eine große Bibliothek stand um 200 v.Chr. auch in Pergamon. Hier sollen rund 200 000 Buchrollen gelegen haben. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fanden Ausgräber Ruinen der Bibliothek auf dem Burgberg von Pergamon. Sie entdeckten dort eine über drei Meter große Statue der Athena, der Göttin der Weisheit, die in der Antike häufig vor Bibliotheken stand. Die Statue sowie Teile des Mauerwerks sind im Pergamonmuseum in Berlin zu sehen.
Eine von privater Hand gestiftete Bibliothek stand in Ephesos. Diese „Celsus-Bibliothek” hatte der römische Beamte Tiberius Iulius Aquila Celsus Polemaeanus zu Beginn des 2. Jahrhunderts n.Chr. zu Ehren seines Vaters bauen lassen. Sie soll bis zu 12 000 Buchrollen enthalten haben. 1906 legten Ausgräber das Gebäude frei. In den 1970er-Jahren wurde die Fassade der Bibliothek wieder aufgerichtet. Heute ist die Celsus-Bibliothek eines der bekanntesten antiken Monumente der Türkei.
KLEINE KEILSCHRIFT-KUNDE
Opferschau auf Akkadisch: In dem kurzen Text in Silbenschrift aus der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v.Chr. geht es um die Wasser- ansammlung in der Gallenblase eines Schafes. Sie sollte ein Vorzeichen für ein drohendes Hochwasser sein.
Ohne Titel
DAS BABYLONISCHE KULTZENTRUM Vor 2700 Jahren
Rund 60 Kilometer vom berühmten Babylon entfernt lag die Stadt Sippar, die neben der Bibliothek auch einen Tempel des Sonnengottes Schamasch als kulturelles Vermächtnis zu bieten hat. Die Kriege im heutigen Irak erschweren die Arbeit der Konservatoren.
KLEINER RAUM MIT GROSSER BEDEUTUNG
Die Sippar-Bibliothek war im Vergleich zu heutigen Büchereien ein winziger Raum. Die dicken Wände des Gebäudes waren damals eine Prestigesache und demonstrierten die üppige Verfügbarkeit von Baumaterial. Der Boden war mit Lehmziegeln belegt.





