Wer sich an einem kalten Wintertag auf die Spuren der Kelten begibt, die nahe der heutigen Ortschaften Erkenbrechtsweiler und Grabenstetten im 1. Jahrhundert v. Chr. eine für die damalige Zeit enorme Siedlung errichtet hatten, stellt sich unmittelbar die Frage: Warum gerade hier? Der Wind fegt kalt über die Hochebene der Schwäbischen Alb, Trinkwasser ist aufgrund des Karstes im Untergrund rar, und die Böden sind meistens steinig.
Irgendwie scheinen sich letztlich auch die Kelten diese Frage gestellt zu haben – und man könnte vermuten, dass sie keine befriedigende Antwort fanden. Denn um das Jahr 50 v. Chr., wenige Jahrzehnte nachdem die Siedlung mit ihren kilometerlangen Schutzwällen und den imposanten Toren fertiggestellt worden war, gab man sie wieder auf.





