Hoch oben in den Ötztaler Alpen glitzert die Frühlingssonne auf der abtauenden Schneedecke. Ein Mann um die 45 rastet gesättigt von einer kräftigen Fleischmahlzeit, als ihn plötzlich ein Pfeil in den Rücken trifft. Die Rufe seiner Angreifer wecken ihn aus der Schockstarre. Er rappelt sich auf. Da raubt ihm ein stumpfer Schlag das Bewusstsein. Benommen fällt er in den Schnee und verblutet. So verliefen vielleicht die letzten Minuten des Mannes vom Tisenjoch, dessen Mumie das Eis 5300 Jahre später freigab. Das war 1991. Über 20 Jahre danach entlocken die Forscher um Albert Zink vom Bozener „EURAC-Institut für Mumien und den Iceman” Ötzi immer noch neue Geheimnisse.





