Die Anfänge
Qualität – manche Funde, wie der einer römischen Spatha, zeigen, dass Schwerter aus raffiniertem Eisen geschaffen worden sind. Während der Herstellung wird die Klinge von der Schlacke befreit, indem es zigfach gefaltet wird – und genau dies passiert auch bei den japanischen Klingen.
Haltbarkeit – die Haltbarkeit hing natürlich von der Qualität ab. Grundsätzlich kommt es hier darauf an, für wen das Schwert geschmiedet wurde – und in welcher Region. Einige Schwerter überraschen selbst heutige Wissenschaftler. Die Klingen mit der Aufschrift »Ulfberht« handelt es sich um Schwerter, die heute teils noch so gut erhalten aufgefunden werden, dass die Schmiedekunst an moderne Legierungen erinnert.
Verbote – um eine gewisse Qualität exklusiv zu halten, war es in manchen Bereichen und zu einigen Zeiten des Mittelalters verboten, Stahlschwerter zu exportieren. So verboten etwa die Karolinger den Handel mit hochwertigen Stücken wie den Ulfberht-Klingen.Generell ist es in Europa und auch in Asien so, dass nicht jeder hochklassige Waffen trug oder ein Schwert führte, welches mit Recht diesen Namen tragen durfte. Dazu trugen allein schon die Verbote bei, die heute viele Menschen von der japanischen Insel Okinawa gehört haben. Hier, ebenso in anderen Teilen Japans, war es einfachen Menschen verboten, überhaupt Waffen zu tragen. Um sich jedoch gegen Räuber und Dieben zur Wehr setzen zu können, griffen die Bauern auf die Werkzeuge zurück, die sie bei ihrer täglichen Arbeit nutzten: Besen, Sicheln, Kurbeln, Griffe.
Verschiedene Schulen
Wie bereits gesagt, ist von der europäischen Schmiedekunst nicht viel bekannt. Die bekannten Ulfberht-Schwerter wurden vermutlich im Kloster Fulda hergestellt, denn die beim Schmieden verwendeten Materialien weisen darauf hin. Und in Asien? Ein Überblick:
Zeitraum – die Schwertschmiedekunst hat sich ab dem 12. Jahrhundert entwickelt und wurde vor rund vierzig Jahren noch einmal richtig wiederbelebt. Während der Besatzungszeit war es den Japanern verboten, Katana herzustellen, ebenso, wie zu dieser Zeit etliche der alten Stücke verschwanden.
Voraussetzung – wer heute ein Schwertschmied werden möchte, muss eine Ausbildung über fünf Jahre machen. Doch schon damals war die Schmiedekunst extrem reglementiert und wurde in der Familie weitergegeben. Nicht selten finden sich Aufzeichnungen, die besagen, dass ein Schmied erst im hohen Alter und nach unzähligen Schwertern in der Lage ist, ein echtes Katana zu fertigen.
Herstellung – die Anfertigung der Katana, ebenso wie die eines Wakizashi, geht teilweise über Wochen. Das Schwert wird nicht in einem Stück hergestellt, sondern besteht aus mehreren Stücken. Die Klinge wird immer wieder gefaltet, erhitzt, erneut gefaltet, bis sie irgendwann geschliffen wird. Dann werden die restlichen Teile des Katana gebaut.
Philosophie – Samurai oder die heutigen Familien, die direkt von den Samurai abstammen, sahen sich nur als Hüter der Klinge und glaubten, dass der Geist des Trägers in das Schwert übergeht. Ein über Generationen weitergegebenes Katana hält nach dem Glauben immer noch die Seelen der ehemaligen Träger in sich.