Im oberen Drittel der neunten Tafel des Codex werden drei der insgesamt zwanzig Göttern porträtiert: Links der Gott Itzamnaaj, der für die Priester, die Weisheit und die Schrift zuständig war. In der Mitte thront Akan, der Gott des Rausches und der Visionen, rechts präsentiert sich der Maisgott, einer der wichtigsten Himmlischen im Maya-Pantheon. In den Hieroglyphen über den Abbildungen werden die Götter charakterisiert: Itzamnaaj ist die Güte in Person, Akan bringt Unglück und Gestank, der Maisgott sorgt für Überfluss an Essen und Trinken. Die Hieroglyphen legen auch fest, welche Opfer die Götter bekommen müssen.
Im mittleren Bereich treffen sich zwei Götter: „Es stecken zusammen die Köpfe”, Gott Itzamnaaj (rechts) und der Maisgott (links). Beschrieben ist, an welchen Tagen ein solches Treffen stattfinden kann. Was die Götter dabei bereden und was das für Folgen hat, wird nicht berichtet.
Im unteren Drittel geht es um die Verwandlung männlicher Götter in ihre weiblichen Pendants: Links sitzt Itzamnaaj als Frau, daneben die weibliche Personifizierung des Todesgottes. In den Hieroglyphen wird berechnet, an welchen Tagen diese Verwandlung stattfinden kann.





