Rund 180 Marmorskulpturen und Bronzestatuetten, Terrakotten, Vasen, Gebrauchsgegenstände und Schmuck illustrieren eindrücklich die Vielfalt und die enorme Wandelbarkeit der antiken Götterbilder. Die olympischen Götter herrschten über Himmel, Erde, Meer und Unterwelt. Sie verfügten über besondere Gaben und große Macht, aber auch über allzu menschlichen Schwächen. Streit, Intrigen und Seitensprünge waren im Olymp an der Tagesordnung und nicht selten wurden die Menschen zum Spielball rivalisierender Götter. Jeder Gott war für verschiedene Bereiche zuständig. Das Wetter, Naturkatastrophen, eine ertragreiche Ernte oder Liebesglück – all das hing in der Vorstellung der antiken Griechen und Römer von den Launen der Götter ab. Um diese wohlwollend zu stimmen, errichteten sie Heiligtümer wie Tempel, Altäre oder heilige Hainen. Dort fanden sich zahlreiche Skulpturen und Weihegaben aus unterschiedlichen Materialien und Formen, von denen eine große Auswahl in der Ausstellung zu sehen sein wird. Außerdem zeigt die Mannheimer Schau figürliche Originalfragmente vom Pergamonaltar, dem größten und schmuckreichsten Altar der Antike.
Die einzelnen Götter erkennt man in der Kunst an bestimmten Charakteristiken und Attributen. Die Besucher lernen die Mythen hinter den Abbildungen kennen und auf diese Weise die verschlüsselten Bilder zu lesen. Die Ausstellung vereint Kunstwerke von höchster Qualität aus der Zeit vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis ins 3. Jahrhundert n. Chr.. Die Werke aus unterschiedlichen Epochen zeigen, wie sich das Erscheinungsbild der einzelnen Götter im Laufe der Zeit verändert hat und dem jeweils herrschenden Schönheitsideal oder Geschmack angepasst wurde.
Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz präsentiert.





