Gaballah Ali Gaballah, Leiter des Ägyptischen Obersten Rates für Altertümer sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, dass das Rätsel um Tutenchamuns Abstammung endlich gelöst werden müsse. Viele Ägyptologen stellen in Frage, dass Tut tatsächlich königliches Blut in den Adern hatte.
Tutenchamun lebte vor 3.300 Jahre in Ägypten. Er war erst acht Jahre alt, als er den Thron bestieg und starb als er 17 war. Es wird vermutet, dass der Knaben-König, den Thron nach Amenhotep IV., besser bekannt als Echnaton, bestieg. Gemäß des damaligen Thronfolgegesetzes müsste Tut mit Echnaton blutsverwandt sein. Nun wollen Wissenschaftler diese Frage ein für alle mal klären, indem sie DNA von Amenhotep III., dem Vater von Echnaton, mit Tutenchamuns DNA vergleichen.
Die Tests führt ein Team der Waseda Universität in Japan und der Ain Shams Universität in Ägypten durch.
DNA-Tests an Mumien könnten allgemein von Nutzen sein, um Ägypten’s Geschichte zu lüften. Sie könnten Aufschluss geben über Familienverhältnisse, Heiratsmuster und die Vermischung ethnischer Gruppen. Doch Kritiker sagen, dass der erfolgreiche Gebrauch von DNA-Tests im archäologischen Feld noch nicht ausreichend geprüft wurde. Sie warnen deshalb davor, sich zu sehr auf solche Testergebnisse zu verlassen, um daran historische Fakten festzumachen.
Das Grab Tutenchamuns entdeckte 1922 Howard Carter in nahezu makellosem Zustand im Tal der Könige in der Nähe der Stadt Luxor. Das Tal war bevorzugter Bestattungsplatz für Herrscher, Königliche und Hunderte von Beamten des Neuen Reiches (1.550 bis 1.070 vor Christus).





