Größtes Highlight: Die Rosetta-Mission
Am 12. November war es soweit: Das Landemodul Philae berührte die Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Obwohl das Unterfangen etwas problematisch verlief, war es doch die erste erfolgreiche Landung auf einem Kometen. Trotz Schieflage lieferte die Lande-Mission spannende Daten, die neues Licht auf die Entstehung und Entwicklung von Kometen der Kategorie von „Chury” werfen. “Die Landung war eine eindrucksvolle Leistung und bekam die Aufmerksamkeit der Welt”, sagte Tim Appenzeller von Science. “Der Durchbruch ist allerdings die ganze Mission Rosetta”, betont er.
Das Großprojekt wurde bereits im Jahr 2004 von der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) ins Leben gerufen – zehn Jahre später wurde es nun von Erfolg gekrönt – und es geht weiter: Die Raumsonde Rosetta umkreist Chury weiter, manchmal kommt sie ihm dabei auf zehn Kilometer nahe und erfasst ihn mit ihren Instrumenten detailliert. Auch das Landemodul Philae scheint noch nicht verloren: Seine momentan verbrauchten Akkus könnten sich wieder aufladen, wenn sich der Komet der Sonne nähert. Dann könnte Philae wieder aktiv werden. Aber selbst wenn nicht – die Mutter-Sonde Rosetta liefert einen Haufen spannender Informationen. Die Mission ist zweifellos ein großer Erfolg. Mehr zum Thema
Die Dino-Vogel-Entwicklung
Vom Weltall zur Evolution: In diesem Jahr warfen eine Reihe von Studien neues Licht auf die Entwicklungsgeschichte der Vögel. Ein Schlüsselfaktor bei der Vogelevolution war demnach beispielsweise das konsequente Schrumpfen der Vorfahren unserer heutigen Vertreter. 2014 ist insgesamt deutlich klarer geworden, wie sich die gefiederten Erfolgswesen aus speziellen Dinosaurierarten entwickelt haben und wie sie ihre charakteristischen Merkmale hervorbrachten. Für Science waren diese Forschungsergebnisse bahnbrechend und gehören zu den diesjährigen Highlights. Mehr zum Thema
Mit jung gegen alt
Dies gilt dem Team des Wissenschaftsmagazins zufolge auch für einen medizinischen Durchbruch: Forscher konnten zeigen, dass Blut oder Blutkomponenten von jungen Mäusen das Gehirn und die Muskeln von älteren Mäusen verjüngen können. Wenn sich die Ergebnisse auch als auf den Menschen übertragbar erweisen sollten – was nun gerade untersucht wird – könnte in jungem Blut ein Schlüssel zum Kampf gegen Alterungsprozesse schlummern, so die Hoffnung.
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