
Eine streng chronologische und auf Vollständigkeit bedachte Technikgeschichte hat der Autor dabei nicht im Sinn. Stattdessen widmet er sich in jedem der zwölf lebhaft und zugänglich geschriebenen Kapitel einer besonderen Technik-Sternstunde und deren Protagonisten. Stets tut sich eine eigene kleine Welt auf, wobei immer wieder Zusammenhänge hergestellt werden und auf die positiven wie negativen Seiten der jeweiligen Technologie hingewiesen wird. Dabei wird deutlich, dass Johannes Gutenberg, Thomas Alva Edison, J. Robert Oppenheimer und andere zwar allesamt geniale Visionäre waren. Doch hinter der Entwicklung der meisten Innovationen steckten ein echter Wettbewerb sowie die Ideen und Anstrengungen vieler kluger Köpfe – darunter auch lange in der Öffentlichkeit „übersehene“ Frauen wie Ada Lovelace oder Lise Meitner.
Ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Lesebuch, das Lust macht, sich noch eingehender mit einigen der vorgestellten Personen und ihren Erfindungen zu befassen. Christoph Walter
Ronald D. Gerste
Wie Technik Geschichte macht
Klett-Cotta Verlag, 304 S., € 24,–
ISBN 978-3-608-98801-7





