
“Wenn Naturschützer den Geschichten zuhören, verstehen sie vielleicht das einheimische Weltbild besser. Das Geschichtenerzählen kann dann den Dialog erleichtern”, erklärt Fernández-Llamazares. Durch das Erzählen erfahren nicht nur die Kinder und Jugendlichen der Gemeinschaft mehr über das ökologische Wissen der Bevölkerung, sondern auch Wissenschaftler und Naturschützer.
Praktische Beispiele gibt es bereits: So ruft ein Projekt in Madagaskar durch das Erzählen von Geschichten auf dem lokalen Radiosender zum Schutz der Lemuren auf. In den USA stellt eine mobile Schaubude mit Erzählungen vor, wie die ansässige Gemeinde für den Naturschutz in den Bergen der Sierra Nevada eintritt. Ein weiteres Projekt unterstützt Jugendliche in Nord-Kenia. Sie schreiben die Geschichten nieder, die ihnen ihre Eltern über die Wildnis erzählen.
“Diese ersten Initiativen schließen die Lücke zwischen der Wiederbelebung kultureller Traditionen und dem Erhalt der Natur”, sagt Fernández-Llamazares. Sie sollen helfen, neue Wege zur Wahrung der biokulturellen Vielfalt zu beschreiten.
Foto: Joan de la Malla





