Eindrucksvoll wird historisches Tafelgerät aus Gold, Silber oder Porzellan präsentiert, wobei nur ein Teil der über 100 erhaltenen Hofservices gezeigt werden kann. Ein vielteiliges Silberservice aus dem 19. Jahrhundert etwa kann man an gedeckten Tafeln bewundern, während andere herausragende Stücke in Form von Schau‧büfetts dargeboten werden. Am preußischen Hof wurde so den Gästen der Reichtum des Herrscherhauses vor Augen geführt. Dass das kostbare Tafelgerät eine Geldanlage war, konnte ihm jedoch auch zum Verhängnis werden: Mehrfach wurden große Teile des königlichen Silbergeschirrs eingeschmolzen, um preußische Kriegszüge zu finanzieren. In der wunderbaren Porzellansammlung mit ihrer Fülle an Meissner Kostbarkeiten kann man leicht vergessen, dass Porzellane erst durch die fürstliche Geschenk- und Sammelpraxis aufgewertet wurden.
Im zweiten Teil der Schau locken Kur- und Reichsschwert, Kronkarkassen, Reichssiegel sowie Zepter und Reichsapfel, die zur Inthronisation des ersten preußischen Königspaares 1701 angefertigt wurden. Zu sehen ist auch eine Auswahl von raffiniert gefertigten Tabatieren, die Friedrich der Große so leidenschaftlich sammelte und stets in greifbarer Nähe haben wollte.





