14. April 1509 – 17 Jahre jung besteigt Heinrich VIII. als zweiter Monarch der Tudor-Dynastie den englischen Thron. In den 38 Jahren seiner Regentschaft wandelt sich der junge sportbegeisterte und gebildete Mann zu einem fettleibigen, jähzornigen und brutalen Herrscher – der zwei seiner sechs Ehefrauen, engste Berater und unzählige Gegner köpfen lässt. Um sich von seiner ersten Frau Katharina von Aragon scheiden zu lassen, da sie ihm keine männlichen Nachfolger schenkte und er ihre Hofdame Anna Boleyn ehelichen will, bricht er mit dem Papst in Rom. Heinrich gründet die Anglikanische Kirche und ernennt sich selbst zu deren Oberhaupt. Nach seinem Tod 1547 geht die Krone an seinen neunjährigen Sohn Eduard über. Als dieser noch im Jugendalter stirbt, wird seine katholische Halbschwester Maria Königin von England. Das Volk nennt sie schon bald beim Namen „ Bloody Mary”, weil sie Hunderte von Protestanten hinrichten lässt. Mit Heinrichs Tochter Elisabeth geht die Zeit der Tudors dann zu Ende. Ihre Amtszeit, später als das Elisabethanische Zeitalter bezeichnet, brachte England Frieden und eine kulturelle Blüte.





