Das weltgrößte Holocaust-Archiv im hessischen Bad Arolsen wird nach jahrzehntelangem Streit über den Datenschutz für die Wissenschaft zugänglich gemacht. Die elf im internationalen Aufsichtsrat des Archivs vertretenen Staaten (USA, Deutschland, Israel, Polen, Belgien, Niederlande, Großbritannien, Italien, Griechenland, Frankreich und Luxemburg) haben der Öffnung zugestimmt. Die Wissenschaftler haben Einsicht in rund 30 Millionen elektronisch gespeicherte Dokumente über mehr als 17,5 Millionen Verfolgte des NS-Regimes. Kernbestand sind die Karteien von NS-Organisationen wie der SS und Akten aus KZs. Bisher durfte nur der Suchdienst des Internationalen Roten Kreuzes das Holocaust-Archiv nutzen, der es 1946 eingerichtet hatte. Vorgänger war ein 1943 entstandenes Suchbüro des britischen Roten Kreuzes in London.





