Auch bei ihren Analysen von 3000 Jahre alten Flüssigkeiten stießen die Forscher auf Alkohol: Der 3000 Jahre alte Wein wurde in versiegelten Bronzebehältern in Grabkammern in den Provinzen Hebei, Henan und Shanxi entdeckt. Die Gefäße waren luftdicht vergeschlossen und hatten den Wein so noch im flüssigen und wohlriechenden Zustand erhalten. Dem Reis- oder Hirsewein waren verschiedene Aromastoffe aus Kräutern, Blumen und Harzen zugesetzt, darunter Wermut, Chrysanthemen und Fichtenharze.
Beide Getränke waren wahrscheinlich mit einer Verzuckerung mithilfe von Schimmelpilzen hergestellt worden, erklären die Forscher. Dabei handelt es sich um eine besondere chinesische Herstellungstechnik, die auch heute noch angewendet wird: Die im Reis enthaltenen Kohlenhydrate werden von verschiedenen Schimmelpilzen in gärfähigen Zucker umgewandelt. Derartige alkoholischen Getränke sind bereits aus alten Texten bekannt und spielen eine große Rolle in der Kultur, Medizin und Religion Chinas. Die erste Herstellung der jungsteinzeitlichen chinesischen Alkoholika fand um die gleiche Zeit statt, als im Nahen Osten erstmals Gerstenbier und Wein hergestellt wurde, schreiben die Wissenschaftler.





