Dennoch fand die Forschergruppe in ihrer Untersuchung große Unterschiede zwischen Personen, die das Internet privat nutzen, und solchen, die sich höchstens am Arbeitsplatz im Netz tummeln. So sind Internet-Nutzer deutlich besser ausgebildet und verdienen mehr. Auch zieht sich eine Geschlechtergrenze durch die Surfgemeinde: Nur 28 Prozent der Frauen klicken sich zu Hause ins Netz. Bei Männern loggen sich dagegen vier von zehn ein und bleiben im Durchschnitt länger online. Insgesamt nutze etwa jeder Dritte in England das Internet privat, fanden die Forscher.
Internet-Nutzer sind nicht sozial isoliert. Die Surfer gehören gar öfter einem Verein, Verband oder einer ähnlichen Organisation an als “Offline-Menschen”, fanden Forscher bei einer Studie in Großbtitannien. Zudem seien User ? trotz des jungen Durchschnittalters ? besonders eifrige Kirchengänger.
Der Forscher Andrew Oswald von der Universität Warwick hofft, dass das falsche Bild vom Internet-Sonderling endlich fällt. “Diese lassen ihre Freunde und Familie nicht außer Acht, weil sie vor dem Computer sitzen”, sagt Oswald. Die User würden einfach weniger fernsehen als Internet-Abstinente.
Marcel Falk





