Kelten in Großbritannien verspeisten während Ritualen Menschenteile, berichten Archäologen der Universität Bristol. In einer Höhle bei Alveston in Süd-West-England fanden Mark Horton und eine örtliche Ausgrabungsgruppe eine Ansammlung von 2.000 Jahre alten Menschenknochen, die deutliche Zeichen von Kannibalismus tragen.
Der Oberschenkelknochen eines erwachsenen Menschen trägt die stärksten Hinweise: Er wurde der Länge nach aufgespalten und zeigt deutliche Kratzspuren. Die Forscher vermuten, dass der Knochen ausgekratzt und das Knochenmark verspeist wurde. Bisher haben die Forscher etwa fünf Prozent der Fundstätte freigelegt. Dabei entdeckten sie sieben Menschenskelette und weitere Anzeichen für Gewalt. So wurde etwa die Rückseite eines Schädels zertrümmert. Wahrscheinlich wurden über 50 Personen in der Höhle massakriert und beerdigt, erklären die Wissenschaftler.
Cornelia Pfaff





