Finanziell sind die Kinder und Jugendlichen heute so selbstständig wie nie zuvor. 75 Prozent der Sechs- bis 19-Jähren dürfen ihr Taschengeld nach eigenem Gutdünken ausgeben. Lediglich bei größeren Anschaffungen (über 100 Mark) kommt das Alter zum Tragen. Während von den Sechs- bis Zwölfjährigen ganze drei Prozent eigenständig über Ausgaben in dieser Höhe entscheiden dürfen, gestehen die Eltern der 13- bis 15-Jährigen bereits jedem dritten Spross diesen Freiraum zu. Bei den 16- bis 19-Jährigen sind das rund 80 Prozent. Die Kleinsten geben ihr Geld vorzugsweise für Süßigkeiten aus, ab dem 13. Lebensjahr lockt dann die Warenwelt der Erwachsenen mit Disco, Kino, CDs und Getränken – bei Mädchen landen außerdem Kleidung und Kosmetik im Einkaufskorb.
Handys üben ebenfalls eine ganz besondere Faszination aus. Für die meisten Jugendlichen ist der Besitz eines Mobiltelefons bereits selbstverständlich, wer noch keines hat, wünscht sich eins. Unterhaltungselektronik gehört gar zur “Standartausrüstung”, der PC ist vom heimischen Schreibtisch auch kaum mehr wegzudenken. Einen eigenen Internetzugang besitzen allerdings lediglich 15 Prozent der Sechs- bis 19-Jährigen. Dennoch nutzen 35 Prozent dieses Medium häufig oder zumindest gelegentlich. Die Mädchen haben dabei die Jungen mittlerweile überholt: Den 36 Prozent der weiblichen Surfer hinken die angehenden Männer mit 34 Prozent leicht hinterher.
Entgegen aller Klischees von Bildschirmkindern mit viereckigen Augen begeistern sich die Kids wieder verstärkt für Bücher: Im Vierjahresvergleich hat die Freude am Lesen leicht zugenommen. Harry Potter sei Dank – jeder dritte Teenager besitzt mindestens einen Band.
Die KidsVerbraucherAnalyse erfasst seit 1993 das Konsum- und Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen. Ins Leben gerufen wurde sie von der Verlagsgruppe Lübbe, der Bauer Verlagsgruppe und dem Axel Springer Verlag.





