Die ägyptische Königin Kleopatra und ihr Liebhaber, der römische Staatsmann und Feldherr Marcus Antonius, waren zumindest äußerlich nicht das Traumpaar, das der Hollywood-Film „Cleopatra” von 1963 suggeriert. Darin hatten Elizabeth Taylor und Richard Burton die wunderschöne Kleopatra und den stattlichen Marcus Antonius verkörpert.
Britische Wissenschaftlerinnen der Newcastle University haben diesen Mythos jetzt zerstört. Lindsay Allason-Jones und Clare Pickersgill behaupten, dass die Ägypterin hässlich war und auch ihr Geliebter keineswegs dem gängigen Schönheitsideal entsprach.
Die Forscherinnen berufen sich dabei auf eine römische Silbermünze aus dem Jahr 32 vor Christus. Auf der Vorderseite des Denars ist der Kopf des Marcus Antonius eingeprägt, die Rückseite zeigt das Haupt Kleopatras. Allason-Jones meint: „Die historische Kleopatra ähnelte der Schauspielerin Elizabeth Taylor überhaupt nicht. Sie hatte eine flache Stirn, eine lange und spitze Nase, dünne Lippen sowie ein spitzes Kinn. Und Marcus Antonius besaß Glupschaugen, eine Hakennase und einen dicken Hals.”
Für die Hässlichkeit Kleopatras spricht laut Allason-Jones auch die Tatsache, dass römische Schreiber zwar stets die Intelligenz und das Charisma der Königin gepriesen hätten, nie jedoch deren herausragende Schönheit.





