Lange Dürreperioden trockneten die ausgelaugten Böden im Maya-Land aus – die hungernde Bevölkerung revoltierte gegen ihre Könige und verließ für immer die Städte. So dachte man bisher über das Ende dieser indianischen Hochkultur. Doch ein Archäologenteam unter deutscher Leitung zieht nach Grabungen in der Ruinenstadt Uxul neue Schlüsse: Das Klima kommt als Hauptursache für den Kollaps der Maya-Gesellschaft auf keinen Fall infrage. Auslöser des Niedergangs war vielmehr der immer wieder aufflammende Krieg der Könige von Tikal und Calakmul – und der finale Triumph der Herrscher von Tikal: Die Sieger versagten vor der Aufgabe, das Machtvakuum dauerhaft zu füllen. Danach war das Ansehen der Gottkönige irreparabel dahin. Eine „ Balkanisierung” folgte – die Strukturen des Reichs brachen zusammen.





