Lehrer sterben etwas häufiger an Autoimmunkrankheiten wie Rheumatoider Arthritis oder Multipler Sklerose als Menschen aus anderen Berufsgruppen. Das berichten amerikanische Forscher in dem Fachmagazin “Journal of Rheumatology” (Bd. 28, S. 1537).
Stephen Walsh vom Gesundheitszentrum der Universität Conneticut hat zusammen mit Kollegen die Sterbeurkunden von über 140.000 Lehrern und über 710.000 Menschen aus anderen Berufen aus den Jahren 1985 bis 1995 angesehen. Dabei fanden sie, dass etwa 23 von 1.000 Lehrern an einer Autoimmunkrankheit gestorben sind. Bei Angehörigen anderer Berufe waren es nur 17 von 1.000.
Durch ihren Beruf kommen Lehrer leicht mit Krankheitserregern in Kontakt, die solche Krankheiten fördern, vermutet Walsh. Zu den Erregern gehört etwa das Epstein-Barr-Virus, der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Viele Forscher vermuten, dass es Autoimmunkrankheiten hervorrufen kann.
Bei einer Autoimmunerkrankung greift das Immunsystem den eigenen Körper an ? beispielsweise die Gelenke bei Rheumatoider Arthritis oder das Nervensystem bei Multipler Sklerose.
Cornelia Pfaff