In Deutschland habe der Lügendetektor-Test zwar ohnehin keine gerichtliche Relevanz, werde aber im privaten und familienrechtlichen Bereich durchaus zunehmend angewandt, hieß es weiter.
Das vierjährige Forschungsprojekt haben Wissenschaftler im Auftrag der Stiftung Kriminalprävention (Münster) durchgeführt. Wie der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Klaus Stüllenberg, am Montag sagte, rücke die Studie die vermeintlich sichere Wahrheitsfindung “nicht nur in Deutschland, sondern weltweit in ein anderes, gefährliches Licht”.
Der Lügendetektor – in Deutschland den Angaben zufolge vor allem von beauftragten Psychologen eingesetzt – ist ein Gerät, mit dem mehrere unterschiedliche Körperfunktionen während einer Befragung gemessen und fortlaufend aufgeschrieben werden – darunter Blutdruck, Hautwiderstand, periphere Durchblutung und Atmung. Anwender gehen davon aus, dass sich die Körperfunktionen in Abhängigkeit von der emotionalen Betroffenheit auf die unterschiedlichen Fragen verändern. Diese Veränderungen lassen sich an den aufgezeichneten Kurven ablesen und interpretieren





