In Düsseldorf diskutierten über 130 Medienexperten über Probleme des Datenschutzes angesichts der zunehmenden Darstellung des Privatlebens in den Medien. “Wir hinterlassen im täglichen Leben an vielen Stellen eine Datenspur”, sagte die NRW-Landesbeauftragte für den Datenschutz, Bettina Sokol. Ob beim Bezahlen mit der Kreditkarte, beim Tanken an der Video überwachten Zapfsäule oder beim Surfen im Internet. “Dies alles bietet potenzielle Überwachungsmöglichkeiten – aber das scheint einige gar nicht so sehr zu stören”, sagte Sokol.
Das Zur-Schau-Stellen in den Medien geht nach Ansicht der Medienwissenschaftlerin Prof. Irmela Schneider auch auf die zunehmende Erforschung des Privatlebens durch die Wissenschaft zurück. Seit etwa einer Generation werde Privates wie zum Beispiel das Sexualverhalten vermehrt erfasst und in Daten verarbeitet, sagte Schneider. “Sobald sich an den Zahlen etwas ändert, wird das zur Nachricht und bekommt somit Zugang in die Medien.” Private Geheimnisse würden somit “sozialisiert”.





