Hinweise auf Vorkommen von Helicobacter pylori im Amerika aus der Zeit vor Kolumbus hatte es bereits zuvor gegeben. So hatten Forscher das Magenbakterium schon in den Überresten menschlichen Kots aus den Anden aus dem Jahre 300 nach Christus nachgewiesen. Die neuen Ergebnisse aus Mexiko liefern den Forschern zufolge aber erstmals den Beweis dafür, dass das Bakterium auch Infektionen ausgelöst hatte, da es nun direkt im Magengewebe der Mumien gefunden wurde.
Infektionen mit Helicobacter pylori werden für eine Reihe von Magenerkrankungen verantwortlich gemacht. Neben Magengeschwüren kann das Bakterium auch Entzündungen der Magenschleimhaut und des Zwölffingerdarms sowie Magenkrebs hervorrufen. Übertragen wird es vermutlich durch die Aufnahme von Nahrung oder Wasser, das mit Fäkalien verschmutzt ist. “Eine Infektion entsteht nur dann, wenn der Mikroorganismus die Magenschleimhaut durchquert und eine lokale Entzündung auslöst”, sagt Yolanda Lòpez-Vidal, einer der beteiligten Forscher, “Bei einer normalen Besiedlung mit dem Bakterium wird diese Antwort des Körpers nicht ausgelöst.”





