Das Aussterben des Neandertalers könnte mit Kaninchen zu tun haben. Ein Team um den britischen Zoologen John Fa untersuchte in den Abfallhaufen altsteinzeitlicher Menschen auf der Iberischen Halbinsel die Zahl und die Artenverteilung der Tierknochen. Je jünger eine Fundstelle ist, desto mehr Kleintiere wurden dort einst gegessen. Fa schließt daraus: Beginnend vor 50 000 Jahren wurde es immer schwieriger, Großwild zu erlegen, und Kleintiere standen häufiger auf dem Speiseplan. Allerdings: Kaninchenknochen tauchen fast ausschließlich bei Lagerplätzen des modernen Menschen auf. Fa hält es für möglich, dass die Neandertaler ihr Jagdverhalten nicht umstellen konnten. Die modernen Menschen hingegen hatten in den reichlich vorhandenen Nagern eine gefahrlos bejagbare Eiweißquelle aufgetan.





