Die Medizinische Fakultät der Universität Bonn hat sich hinter das umstrittene Stammzellen-Projekt der Bonner Gehirnforscher Oliver Brüstle und Otmar Wiestler gestellt. Zudem forderte das Dekanat eine sachlichere Diskussion der Stammzellen- Forschung. In der öffentlichen Auseinandersetzung seien Brüstle und Wiestler zumindest indirekt einer ungerechtfertigten und diskriminierenden Kritik ausgesetzt worden, teilte das Leitungsgremium der Fakultät am Mittwoch mit. Eine ernste, ethische und wissenschaftliche Debatte sei notwendig.
Das Votum des Ethikrates der Uni bezeichnete das Dekanat als richtig. Der Rat hatte sich für das umstrittene Projekt ausgesprochen, sofern die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) es fördere. Brüstle und Wiestler wollen sowohl an importierten menschlichen embryonalen Stammzellen als auch an adulten (erwachsenen) Stammzellen forschen. Fernziel ist, bisher unheilbar Kranke mit der Transplantation gewebespezifischer Zellen behandeln zu können. Das Ansinnen der Forscher hatte bundesweit eine heftige Debatte ausgelöst.
dpa





