James Thomson, Assistenzprofessor der Universität von Wisconsin, hatte 1998 zusammen mit Kollegen als erster Stammzellen aus menschlichen Embryonen gewonnen. Mit dem US-Patent 5843780 für die Gewinnung von “Embryonalen Stammzellen von Primaten” in der Tasche gründete er 1999 das Institut WiCell, das er seitdem als wissenschaftlicher Direktor leitet. Auf seiner Webseite berichtet WiCell, dass es schon vor einem Jahrzehnt mit der Suche nach embryonalen Stammzellen begonnen hatte. Schließlich sei es ihm mit den Zellen von geschenkten Embryonen aus Fruchtbarkeitskliniken gelungen, “fünf unabhängige Reihen von Stammzellen” zu züchten.
Wer bei WiCell bestellt, muss sich vertraglich an bestimmte Auflagen halten. Zum einen verlangt das Institut von seinen Kunden die Einhaltung der jeweiligen Landesgesetze für den Import von Stammzellen. Außerdem lässt es sich garantieren, dass ihre Lieferung nicht für die Vermischung von menschlichen mit nicht menschlichen Stammzellen und andere besonders umstrittene Experimente genutzt wird.
1999, dem Gründungsjahr von WiCell, war es auch in den USA noch strikt verboten, öffentliche Mittel zur Forschung und Herstellung embryonaler Zellen einzusetzen. Das änderte sich im Herbst 2000, als Staatsgelder für die Embryonalzellenforschung offiziell angeboten, jedoch nie angefordert wurden. Die neue US-Regierung fror die Gelder bald nach ihrer Amtsübernahme ein und wird die staatliche Unterstützung von Arbeiten mit menschlichen Embryozellen nach Meinung von Experten bald auch gesetzlich beenden.





