Der außergewöhnliche Schädel, der ursprünglich aus Indonesien stammte, war ein Zufallsfund. Zwischen indonesischen Masken in einem naturhistorischen Laden in New York fand man das interessante Stück und brachte es einem Mitarbeiter Broadfields, um näheres zu erfahren. Schnell konnte ermittelt werden, dass es sich um eine Frau der Spezies Homoerectus gehandelt hat.
Die Spezies Homo erectus geht auf 1.8 Millionen Jahre zurück und starb vor circa 100.000 Jahren aus. Der Homo sapiens entwickelt sich erst nach dem Homo erectus. Die beiden Arten unterscheiden sich in der Kopfform. Während der Kopf des Homo erectus sich konisch nach oben hin verjüngt, hat der des Homo sapiens eine runde Form. Und darin liegt auch die Besonderheit des gefundenen Schädels.
Das Sm3 benannte ?Fossil” ähnelt mit seiner eher runden Form erstaunlicherweise eher dem Schädel eines Homo sapiens. Das Gehirn selbst muss etwa halb so groß gewesen sein, wie das eines modernen Menschen, doch ist dies nicht von wesentlicher Bedeutung meint Broadfield. Wichtig ist, dass das Gehirn in zwei asymmetrische Gehirnlappen aufgeteilt war. Gerade eine asymmetrische Aufteilung, meint Broadfield, findet man nicht vor der Entwicklung des Homo sapiens. Da die frontalen Gehirnlappen sehr entwickelt gewesen zu sein scheinen, gehen die Forscher davon aus, dass das Individuum sprechen konnte. Ob die Sprache ebenso hoch entwickelt war wie beim Homo sapiens, ist vom Schädel allein nicht zu ermitteln.
Für Broadfield ist der Fund der erste ernst zunehmende Beweis für eine sprachliche Kommunikationform, die zwischen Individuen dieser Zeit stattgefunden hat. Möglicherweise handelt es sich bei diesem Fund um das Bindeglied zwischen Homo erectus und Homo sapiens. ( anthropology about)





