Die Fähigkeit, einen Gegenstand mit der einen Hand – gewöhnlich der linken – stabil zu halten und mit der anderen zu bearbeiten, führte zur bevorzugten Händigkeit. Die gewohnheitsmäßige Herstellung von Objekten und Werkzeugen “könnte zur Lateralisierung der Gehirn-Funktionen geführt haben und die Entwicklung der Sprache angestoßen haben”, meint Ambrose. Dieser Entwicklungsfortschritt zeige sich sehr gut beim Unterschied von Mensch und Schimpanse: Der Affe könne kaum eine Beidhändigkeit koordinieren, bevorzuge kaum in dem Maße die Rechtshändigkeit wie der Mensch, könne nicht so präzise zugreifen und habe eine beschränkte Handgelenksmobilität und Daumenstärke.
Die verschiedenen Bestandteile für komplexe Werkzeuge – Griffe, Bindematerialien, Steineinfassungen ? überhaupt zusammenzustellen, erfordert das Lösen von Planungs- und Koordinationsaufgaben. “Dieser Teil des Gehirns, den wir heute für unsere komplexen Aufgaben nutzen, könnte sich zusammen mit dem komplexen Werkzeugbau vor etwa 300.000 Jahren entwickelt haben,” meint der Anthropologe.





